Schaufensterkrankheit: Hohes Risiko einer Amputation
Schwierige Rehabilitation
Hinzu kommt, dass eine Amputation die Lebensqualität mindert: Die Prothesenanpassung ist aufwändig und zeitraubend, leicht kommt es am Stumpf durch die Prothese erneut zu Geschwüren und Nekrosen. Die Rehabilitation ist äußerst schwierig, weil Patienten mit ausgeprägter Arteriosklerose kaum belastbar sind. Nur 40 Prozent der Patienten mit Amputation erhalten volle Mobilität, viele sind auf den Rollstuhl angewiesen. Nach einer Amputation wird der Stumpf zunächst gewickelt, um ihn für die Prothese zu formen. Anschließend passen die Physiotherapeuten oder die Sanitätsfachkraft Strümpfe an. Diese zieht der Patient über, wenn immer er die Prothese trägt. Ganz wichtig ist für Prothesenträger:
- auf Druckstellen zu achten - bei Rötungen oder gar kleinen Wunden muss er mit dem Tragen der Prothese pausieren und die Druckstelle sofort einem Arzt oder einer Krankenschwester zeigen.
- Kniegelenksübungen bei einer Unterschenkel-Amputation: Die Patienten halten den Stumpf oft angewinkelt, was leicht zu einer Versteifung (Kontraktur) des Kniegelenks führt, die Folge: Er kann mit der Prothese nicht mehr gerade stehen.
- den Stumpf abends mit einer Fettsalbe zu pflegen; auf Präparate, die Alkohol enthalten sollte der Patient verzichten.
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