Home / Herz-Kreislauf / KHK, Angina pectoris

KHK und Angina pectoris: immer bessere Therapie-Chancen

Die Diagnose koronare Herzkrankheit (KHK) wirft viele Fragen auf: Wie groß ist die Gefahr, dass ich einen Herzinfarkt erleide? Erhalte ich wirklich die richtige Therapie? Muss ich mein Leben von Grund auf ändern? Kein Arzt kann Ihre Ängste und Sorgen völlig zerstreuen. Doch eines ist sicher: Die Therapie-Chancen der KHK und der Angina pectoris (Brustenge) haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und damit auch die Lebensqualität.

Medikamente oft genauso erfolgreich wie ein Stent



Inzwischen ist es bei einer KHK möglich, Verengungen an den Herzkranzgefäßen per Herzkatheter und Ballondilatation zu weiten. Mit einem biegsamen, röhrenförmigen Implantat aus Metall, einem Stent, kann die betroffene Stelle langfristig offen gehalten werden. Auch die medikamentöse Therapie ist inzwischen ausgefeilt: Sie ist, so heißt es in den Therapieempfehlungen der European Society of Cardiology, oft ebenso erfolgreich wie ein Stent.

Ein großer Teil des Erfolgs der Therapie hängt auch von Ihnen als Patient ab: Informieren Sie sich umfassend, suchen Sie sich einen Arzt, dem Sie vertrauen und pflegen Sie einen gesunden Lebensstil. So können die Medikamente und auch ein operativer Eingriff besser wirken. Außerdem steigt Ihre Leistungsfähigkeit.

KHK und Angina pectoris: Sterblichkeit geht zurück



Herzkrankheiten sind die häufigste Diagnose in deutschen Krankenhäusern. Die meisten Patienten (ca. 316.000) kamen im Jahr 2005 wegen Angina pectoris (Brustenge), die die Folge einer koronaren Herzkrankheit (KHK) ist.

Zugleich hat sich die Sterblichkeit seit den 90er Jahren bei Männern und Frauen bis zum 85. Lebensjahr bei der KHK deutlich verringert. In den Industrienationen steht die koronare Herzkrankheit heute an 5. Stelle der häufigsten Todesursachen. Herz-Kreislauf-Krankheiten insgesamt - dazu zählen auch die Herzinsuffizienz und der Schlaganfall - stehen an 1. Stelle.


Autoren und Quellen Weiterführende Themen