Erste Hilfe bei einem Herzinfarkt
Beim frischen Herzinfarkt gilt: Jede Minute zählt! Wenn ein Angina-pectoris-Schmerz mehr als 10 Minuten anhält und durch Nitrate wie Spray oder Kapseln nicht besser wird, muss der Notarzt gerufen werden. Die größte Gefahr besteht in den ersten Stunden. In dieser Zeit kann aber auch am besten geholfen werden.
Bei Patienten mit einem frischen Herzinfarkt kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand kommen. Dann zählt jede Minute, weil wegen des Sauerstoffmangels schon nach wenigen Minuten Gehirnzellen absterben und der Hirntod droht. Bei Kammerflimmern ist die gezielte Anwendung eines Elektroschocks mittels Defibrillation die einzige Möglichkeit, das Herz wieder in seinen normalen Rhythmus zurückzuführen. Im Gegensatz zu den USA, wo öffentliche Einrichtungen wie Einkaufszentren und Veranstaltungsorte inzwischen flächendeckend mit Laiengeräten zur Defibrillation ausgestattet sind, gibt es hierzulande noch kaum Geräte, die von Ersthelfern schnell erreicht und bedient werden können. In der Regel kann erst der Notarzt eine Defibrillation durchführen, aber die Zeit bis zu dessen Eintreffen muss unbedingt durch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung überbrückt werden, weil sonst die Überlebenschancen sehr schlecht sind.
Für Risikopatienten mit einer koronaren Herzkrankheit, die vielleicht schon einen Herzinfarkt hatten, lohnt sich eventuell die Anschaffung eines Automatischen Externen Defibrillators, eines AED-Gerätes. Im Notfall kann damit jeder Anwesende frühzeitig und sicher den rettenden Elektroschock setzen. Die Angst, etwas falsch zu machen, ist dabei unnötig: Das Gerät entscheidet bei richtiger Handhabung selbst, ob es einen Stromstoß aussenden muss oder nicht.
So können Sie bei einem Herzinfarkt Erste Hilfe leisten:
- Alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst.
- Beobachten Sie den Betroffenen genau, lassen Sie ihn nicht allein.
- Überprüfen Sie Bewusstsein, Atmung und Lebenszeichen. Setzen Atmung und Herzschlag aus, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
- Führen Sie Herzdruckmassage und Atemspende unbedingt bis zum Eintreffen des Notarztes durch! Hören Sie nicht vorher auf, auch wenn Sie keine wiederkehrenden Lebenszeichen bemerken!
- Ist der Betroffene bei Bewusstsein, lagern Sie ihn schonend, d.h. bequem mit erhöhtem Oberkörper, um das geschwächte Herz zu entlasten.
- Entfernen Sie beengende Kleidung und vermeiden Sie Unruhe, Aufregung und Anstrengung. Wenn Sie selbst ruhig und besonnen bleiben, können Sie auch den Infarktpatienten besser beruhigen.
- Fahren Sie den Betroffenen nicht mit dem eigenen Auto zur Klinik und lassen Sie ihn nicht laufen, wenn Sie einen Infarkt vermuten!
Elektroschock hilft bei lebensgefährlicher Herzrhythmusstörung
Bei Patienten mit einem frischen Herzinfarkt kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand kommen. Dann zählt jede Minute, weil wegen des Sauerstoffmangels schon nach wenigen Minuten Gehirnzellen absterben und der Hirntod droht. Bei Kammerflimmern ist die gezielte Anwendung eines Elektroschocks mittels Defibrillation die einzige Möglichkeit, das Herz wieder in seinen normalen Rhythmus zurückzuführen. Im Gegensatz zu den USA, wo öffentliche Einrichtungen wie Einkaufszentren und Veranstaltungsorte inzwischen flächendeckend mit Laiengeräten zur Defibrillation ausgestattet sind, gibt es hierzulande noch kaum Geräte, die von Ersthelfern schnell erreicht und bedient werden können. In der Regel kann erst der Notarzt eine Defibrillation durchführen, aber die Zeit bis zu dessen Eintreffen muss unbedingt durch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung überbrückt werden, weil sonst die Überlebenschancen sehr schlecht sind.
Automatischer Externer Defibrillator
Für Risikopatienten mit einer koronaren Herzkrankheit, die vielleicht schon einen Herzinfarkt hatten, lohnt sich eventuell die Anschaffung eines Automatischen Externen Defibrillators, eines AED-Gerätes. Im Notfall kann damit jeder Anwesende frühzeitig und sicher den rettenden Elektroschock setzen. Die Angst, etwas falsch zu machen, ist dabei unnötig: Das Gerät entscheidet bei richtiger Handhabung selbst, ob es einen Stromstoß aussenden muss oder nicht.
Tipp
Sind Sie Angehöriger eines Herzpatienten? Dann empfiehlt sich auf jeden Fall der Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses. Dort lernen Sie, wie eine Wiederbelebung mit Herzdruckmassage und Atemspende richtig durchgeführt wird.
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