Süßholz – Heilpflanze bei Sodbrennen und Heiserkeit

Die getrockneten Wurzeln der Heilpflanze Süßholz werden bei Heiserkeit und Husten verwendet. Weiterhin hilft sie bei Blähungen, Sodbrennen und Magenschleimhautentzündungen. Süßholz wird aber nicht nur in der Naturheilkunde angewendet, sondern ist auch Hauptbestandteil von Lakritze.

Süßholz © Thinkstock
Die süße Wurzel bewährt sich bei Magenbeschwerden und Husten. 2012 wurde Süßholz zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Bekannt ist ihr Geschmack wohl jedem: Süßholz ist Hauptbestandteil von Lakritze.

Süßholz ist eine mehrjährige Pflanze, die in mehreren verholzten Trieben etwa einen Meter hoch wächst. Ihre kleinen Blüten sind hellviolett bis weiß und bilden kurze Ähren. Die wichtigen Teile für die Naturmedizin – und übrigens aber auch für die Herstellung von Lakritze – sind die getrockneten Wurzeln dieser Staude.

Deutscher Name:
Süßholz
Botanischer Name:
Glycyrrhiza
Familie: Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
Herkunft:
Mittelmeergebiet, Kleinasien, Kaukasus, Amerika und Australien

Dosierung und Anwendung von Süßholz

Tee: Einen Teelöffel getrocknete Süßholzwurzel, zerkleinert oder gerieben, (etwa 1,5 Gramm) mit 150 Milliliter siedendem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Dreimal täglich eine Tasse trinken.

Anwendungsgebiete von Süßholz

Süßholz © ThinkstockSüßholz mit Wurzel
Süßholz ist auch Hauptbestandteil der Süßigkeit Lakritze. Verwendet werden dabei zusätzlich zum Wurzelextrakt verschiedene Süßungs- und Verdünnungsmittel, eventuell Farben und Aromastoffe.

Wirkung

Süßholzwurzel enthält eine ganze Reihe von Isoflavonen, Cumarinen, Phytosterolen und vor allem Saponinen, etwa das Triterpensaponin Glycerrhinsäure. Diese Pflanzenstoffe können Entzündungen hemmen und Schleim lösen. Darüber hinaus wirkt Süßholz antiviral- und antibakteriell.

Hinweis

Sie sollten Süßholz nicht länger als vier Wochen einnehmen und dabei nicht die Tageshöchstdosis von 15 Gramm überschreiten. Schwangere und Stillende sollten besser auf diese Heilpflanze verzichten. Das gilt auch für alle, die Leber- und Nierenfunktionsstörungen haben, sowie für Diabetiker.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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