Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Unsere Haut hat eine, vom Hauttyp abhängige, natürliche Schutzfunktion gegen UV-Strahlung. Der Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF, Sun Protection Factor) gibt an, wie viel länger man sich – im Vergleich zu diesem Eigenschutz der Haut – mit dem entsprechenden Sonnenschutzmittel in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ein hoher Lichtschutzfaktor steht für längeren Sonnenschutz als ein niedriger LSF.

Welchen Lichtschutzfaktor Sie zum Sonnenschutz wählen sollten, hängt von Ihrem Hauttyp und vom UV-Index ab. Außerdem ist die korrekte Anwendung des Sonnenschutzmittels wichtig. Schwitzen, Aufenthalt im Wasser und Abrieb, beispielsweise durch Bewegung oder Abtrocknen mit dem Handtuch, können zur Verminderung der Schutzwirkung führen und machen ein regelmäßiges Auftragen des Sonnenschutzmittels erforderlich. Durch wiederholtes Auftragen auf die Haut wird allerdings die Schutzzeit des Mittels (Lichtschutzfaktor) nicht verlängert.
Lichtschutzfaktor (LSF)
Sun Protecting Factor (SPF)

Schutzklassen
niedrig (low)
6, 10
mittel (medium)
15, 20, 25
hoch (high) 30, 50
sehr hoch (very high) 50+
Info
Kein Sonnenschutzmittel kann die gesamte UV-Strahlung filtern und damit 100 Prozent Schutz garantieren.

Schutz vor schädlicher UV-A und UV-B-Strahlung

Sonnenschutzmittel sollen nicht nur vor Sonnenbrand durch UV-B-Strahlung schützen, sondern auch schneller Hautalterung, Schädigungen des Immunsystems sowie Hautkrebs durch UV-A-Strahlung vorbeugen.

Seit der Empfehlung der EU-Kommission vom 22. September 2006 soll jedes Sonnenschutzmittel die Haut gleichzeitig auch vor UV-A-Strahlen schützen. Cremes oder Lotionen mit einem Lichtschutzfaktor von 2 oder 4 bieten diesen Schutz nicht und gelten daher nicht mehr als Sonnenschutzmittel.

UVA-Logo

2007 wurde ein Logo für den UV-A-Schutz eines Sonnenschutzpräparates eingeführt. Sie erkennen die entsprechenden Produkte an einem Kreis, in dem die drei Buchstaben "UVA" stehen. Dieses Logo ist auf allen Sonnenschutzprodukten zu finden die gemessen am UVB-Schutz gleichzeitig einen ausreichenden UV-A-Schutz bieten: Der UV-A-Filter ist an den UV-B-Filter gekoppelt und beträgt mindestens ein Drittel des im LSF angegebenen UV-B-Schutzes.

Ein Beispiel: Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 15 enthält mindestens einen UV-A-Schutzfaktor von 5.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.11.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Intersun - Empfehlungen der WHO zum Thema Sonnschutz, 2007
  • Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e. V. (ADK), haut.de - im Fokus: Sonne, 2007
  • Krebsliga Schweiz, Hau(p)tsache Sonnenschutz, 2007
  • Neue EU-Empfehlung über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben, September 2006
  • Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie: Sonnenschutz bei Kindern, Mai 2006
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