Häufige Erkrankungen der Haut

Zu den häufigsten Erkrankungen der Haut zählen folgende:

Hauterkrankungen durch Bakterien

Die gesunde Haut ist normalerweise von zahlreichen Bakterien besiedelt, die in der Regel nicht krank machen. Zu dieser „Standortflora“ gesellen sich immer wieder vorübergehend andere Keime, die „transiente Standortflora“, die ebenso unbedenklich ist. Gegen hautfremde Bakterien – also potenzielle Krankheitserreger – ist die Haut zudem gut geschützt: Ein hauteigener Schutzfilm, die Hornschicht der Oberhaut und Abwehrreaktionen machen es Keimen schwer, überhaupt in die Haut einzudringen.

Nur, wenn diese Schutzbarriere bereits auf irgendeine Art geschädigt ist, können Erreger eindringen und eine Hautkrankheit hervorrufen. Solche Schädigungen können Hautreizungen, Verletzungen, Störungen von Schutzmechanismen der Haut oder generelle Abwehrstörungen sein.

Häufige bakterielle Hauterkrankungen sind Haarbalgentzündungen (Follikulitis), die sich zu Furunkeln oder Abszessen auswachsen können, die Eiterflechte (Impetigo contagiosa), die vor allem Säuglinge betrifft, oder das Erysipel (Wundrose).

Hautparasiten

Typische Parasiten der Haut sind in unseren Breitengraden die Krätzmilbe, die verschiedenen Läusearten, Flöhe, Wanzen und Zecken. Entgegen der weitläufigen Meinung sind nicht alle dieser Parasiten Zeichen für mangelnde Hygiene. Der Befall mit Krätzmilben oder Läusen muss immer mithilfe von speziellen Mitteln therapiert werden – Wasser und Seife reichen nicht aus.

Da diese Parasiten von Mensch zu Mensch übertragen werden, treten sie meist gehäuft an Orten auf, wo viele Menschen zusammenkommen – beispielsweise in Kindergärten, Schulen oder Altenheimen. Meist ruft ein Befall mit Hautparasiten Symptome wie Juckreiz hervor – sie können aber auch zum Teil gefährliche Krankheiten übertragen. Deshalb sollte immer eine sofortige und sorgfältige Therapie erfolgen.

Viruserkrankungen der Haut

Warzen sind gutartige Geschwülste oder Wucherungen der Haut. Abgesehen von Alterswarzen entstehen sie durch eine ansteckende Viruserkrankung der Haut. Je nach Erreger können sie verschiedene Formen annehmen. Manche Warzenarten sind harmlos und verschwinden von selbst, andere können schmerzhaft sein und erfordern eine langwierige Behandlung. Zudem können bestimmte Untergruppen des häufigsten Warzenerregers, des Humanen Papillomavirus, Gebärmutterhalskrebs begünstigen.

Andere virusbedingte Hautkrankheiten sind der oft wiederkehrende Lippenherpes, Windpocken und Gürtelrose. Bei diesen verbleibt das Virus nach der Erstinfektion im Körper, sodass die Erkrankung zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausbrechen kann. Meist wird ein erneuter Ausbruch von körperlichem oder seelischem Stress verursacht, der mit einer Schwächung des Immunsystems einhergeht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Online-Information des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)
  • A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
  • Infektionskrankheiten: Verstehen, erkennen, behandeln, Norbert Suttorp (Herausgeber) et al., Thieme, 2004
  • Die gesunde Haut von Reinhard K. Achenbach, TRIAS, 1996
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