Training gegen die Angst: Die Kasse zahlt
Die Angst abtrainiernen: üben, üben, üben
Durch wiederholtes "Exponieren", also sich der Angst auslösenden Situation aussetzen, wird die Angst regelrecht abtrainiert. Eine andere Möglichkeit zielt darauf ab, Angstsituationen anders wahrzunehmen, also aus einem anderen, nicht-ängstlichen Blickwinkel zu betrachten. Weil mit der Verhaltenstherapie bei Angstpatienten oft schnell Erfolge erzielt werden, unterstützen die Krankenkassen diese Behandlungsmethode.
Verhaltenstherapie durch Psychoanalyse vertiefen
Bei der Verhaltenstherapie kommt allerdings das Nachdenken über die Ursachen der Angst oft zu kurz. Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder eine Psychoanalyse, die sich beide mit Erlebnissen und Prägungen in der Kindheit beschäftigen, sind zeitaufwendig und führen ? wenn überhaupt ? oft erst nach Jahren zum Erfolg.
Tiefenpsychologisch fundierte Therapie
Dennoch ist besonders die tiefenpsychologisch fundierte Therapie manchmal hilfreicher als ein oberflächliches Abtrainieren der Angst. Das gilt besonders für Angstpatienten, bei denen mehrere Störungen gleichzeitig vorliegen. Eine Verhaltenstherapie führt hier meist dazu, dass ungelöste innere Konflikte sich vielleicht nicht mehr als Angst, aber dann vielleicht in körperlichen Beschwerden oder Depressionen ausdrücken.
Gespräche und Hypnose
Neben der Verhaltenstherapie und einer analytisch orientierten Psychotherapie gibt es noch andere wirkungsvolle Therapieformen. Dazu gehören z.B. die Gesprächs-Psychotherapie sowie die Hypno-Therapie. Gespräche sollen Unstimmigkeiten im Selbstkonzept des Patienten aufzudecken. Bei der Hypno-Therapie wird der Patient in Hypnose versetzt. Der Therapeut nutzt diesen Zustand tiefer Entspannung, um dem Patienten auf notwendige Verhaltensänderungen hinzuführen. Diese Therapien zahlt die Krankenkasse allerdings nicht.
Kunst und Musik als Therapie, Psychodrama
Kunst- und Musik als Therapie sowie das Psychodrama? Ein szenisches, problemorientiertes Rollenspiel - sind oft Bestandteil der stationären Angst-Therapie in Kliniken, meist als Gruppen-Therapie.
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