Die Kernspintomographie (MRT)

Einen erheblichen Fortschritt brachte die Einführung der Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, kurz MRT) in den achtziger Jahren, die Schnittbilder des Körpers ohne die Anwendung von Röntgenstrahlen liefert. Dieses komplizierte Verfahren beruht auf der Messung und computergestützten Auswertung elektromagnetischer Wellen, die nach Anlage eines starken Magnetfelds den Körper verlassen und von einer Meßapparatur registriert werden.

Die Kernspintomographie zeigt bereits frühzeitig degenerative Veränderungen der Bandscheibe, beispielsweise eine Verringerung des Wassergehaltes. Auch Bandscheibenvorfälle oder Vorwölbungen und kindliche Wachstumsstörungen wie die sogenannte Scheuermannsche Erkrankung lassen sich mit dieser Untersuchung erkennen.

Langfristig ist mit einer weiteren Verfeinerung der Diagnostik und einer Verkürzung der Untersuchungszeiten zu rechnen. Bis heute kann die Kernspintomographie das normale Röntgenbild und die Computertomographie nicht ersetzen. Ihr besonderer Wert erweist sich in der Diagnostik von Erkrankungen, die bisher nur unzureichend abgeklärt werden konnten; zu denken ist hier vor allem an Instabilitäten nach Wirbelverletzungen und an neurologische Leiden.


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