Durchfall: Wenn der Darm rebelliert

Frau hält sich den BauchDurchfall hat wohl jeder schon einmal gehabt. Die lästigen, aber meist harmlosen Darmbeschwerden, in der medizinischen Fachsprache "Diarrhoe" genannt, häufen sich in unseren Breiten besonders in den Sommer- und Wintermonaten. Das hat seine Gründe: In der kalten Jahreszeit sind es vor allem Viren wie das Norovirus, die besonders in Schulen oder Altenheimen ihr Unwesen treiben. In den Sommermonaten haben Bakterien wie Salmonellen, die wir unbemerkt mit der Nahrung aufnehmen, ein leichtes Spiel.

Durchfall schützt den Körper



Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Längst nicht jeder dünne Stuhl ist durchfallverdächtig. Von Durchfall spricht der Arzt erst dann, wenn mehr als dreimal täglich breiiger oder wässrig-flüssiger Stuhl ausgeschieden wird. Eigentlich kommt dem Durchfall eine wichtige Schutzfunktion zu: Indem sich der Darm schneller bewegt, wird dem Nahrungsbrei weniger Wasser entzogen. So scheidet der Darm mit dem häufigen und dünnen Stuhl gleichzeitig gefährliche Krankheitserreger und Gifte aus.

Kurzer Durchfall ist meist harmlos



Durchfall dauert oft nur wenige Tage. Obwohl wir uns bei einem Magen-Darm-Infekt immer besonders krank fühlen, vergehen die Beschwerden meist von ganz allein, ohne dass der Arzt helfen muss. Nur bei sehr kleinen Kindern und alten Menschen ist ein sofortiger Arztbesuch nötig, um einer Austrocknung vorzubeugen. Anders ist es bei chronischem, länger als 2 Wochen anhaltendem Durchfall. Hier kann nur der Arzt herausfinden, ob eine Darmentzündung wie beim Morbus Crohn oder eine andere Erkrankung, etwa der Schild- oder der Bauchspeicheldrüse, der Auslöser ist.


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