Wundstarrkrampf (Tetanus)

Der Wundstarrkrampf ist eine durch Bakterien vom Typ Clostridium tetani beziehungsweise deren Giftstoffe (Toxine) ausgelöste Erkrankung. Diese Bakterien sind in der Umwelt weit verbreitet, zum Beispiel in Schmutz, Straßenstaub oder Erde. Die Infektion erfolgt meist durch verschmutzte kleine Verletzungen oder im Gewebe verbliebene Fremdkörper wie zum Beispiel Dornen oder Splitter.

Symptome

Die Krankheit beginnt 3 bis 60 Tage nach der Ansteckung mit Lähmungen und Krämpfen der Muskulatur. Diese beginnen im Gesicht in Form von Trink- und Schluckstörungen und breiten sich dann auf den ganzen Körper aus. Die Krankheit endet in 30 bis 50 Prozent der Fälle tödlich. Es gibt keine Behandlung für den Wundstarrkrampf, allerdings können bei bestehenden Symptomen lindernde Maßnahmen durchgeführt werden.

Impfung

Wichtig ist die konsequente Vorbeugung, denn der Wundstarrkrampf lässt sich durch Schutzimpfungen vermeiden. Die Grundimmunisierung wird in der Regel als Kombinationsimpfung zusammen mit Diphtherie und Keuchhusten durchgeführt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung ab dem zweiten Lebensmonat begonnen werden. Auch im Erwachsenenalter muss der Impfschutz regelmäßig aufgefrischt werden, insbesondere nach Verletzungen. Von einer ausreichenden Grundimmunisierung wird ausgegangen, wenn drei oder mehr Impfungen dokumentiert sind. Auffrischimpfungen sind dann alle zehn Jahre erforderlich. Bei tiefen oder verschmutzen Wunden sollte nach fünf Jahren nachgeimpft werden.

Besteht die akute Gefahr einer Ansteckung bei nicht oder nur unzureichend vorhandenem Impfschutz, wird gleichzeitig aktiv und passiv geimpft. Hierdurch wird sichergestellt, dass sofort eine ausreichende Menge an Antikörpern vorhanden ist.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; Dr. med. Patricia Hänel, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
  • Paul-Ehrlich-Institut
  • Centrum für Reisemedizin
  •  Newsletter
  •  Weitere Dienste