Röteln

Röteln (medizinisch "Rubella") sind eine akute Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird. Die Übertragung der Viren geschieht durch eine Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen. Die Erreger können auch über die Nabelschnur auf das ungeborene Baby übertragen werden. Nach Ausheilung der Erkrankung besteht eine lebenslange Immunität.

Symptome

Zwei bis drei Wochen nach der Infektion kommt es zu leichtem Husten, Schnupfen, Fieber, Lymphknotenschwellung (vor allem im Halsbereich) und einem typischen Hautauschlag. Erst im Gesicht, dann am Körper erscheinen viele erbsengroße, rosarote Flecken, die nach zwei bis drei Tagen verblassen. Die Erkrankung verläuft fast immer leicht, ernste Komplikationen wie Blutgerinnungsstörungen, Gehirnentzündung oder Gelenkschmerzen sind selten und treten meistens bei älteren Erkrankten auf.

Rötelnembryopathie

Weitaus gefährlicher sind Röteln für ungeborene Babys. Erkrankt die Schwangere während der ersten drei Schwangerschaftsmonate, kann es beim Kind zur Schädigung der Augen, des Herzens, des Nervensystems oder des Innenohres kommen. Auch eine Fehlgeburt ist möglich. Zu späteren Zeitpunkten der Schwangerschaft besteht ebenfalls ein Risiko für dauerhafte Schäden des Kindes oder eine Frühgeburt.

Impfung

Um Rötelninfektionen während der Schwangerschaft zu verhindern, sollte in Deutschland jedes Kind gegen Röteln geimpft werden. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte die Impfung (zusammen mit der Impfung gegen Masern und Mumps, sog. MMR-Impfung) zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat stattfinden und zwischen dem 15. und 23. Monat wiederholt werden. Nur bei Durchführung dieser zweiten MMR-Impfung kann ein vollständiger Impfschutz gewährleistet werden. Frauen mit Kinderwunsch, die noch keine Röteln hatten und nicht geimpft sind, sollten sich vor einer Schwangerschaft dringend impfen lassen. Nebenwirkungen der Impfung können leichtes Fieber und ein flüchtiger Hautausschlag sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; Dr. med. Patricia Hänel, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
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