Meningokokken-Hirnhautentzündung
Meningokokken sind Bakterien, die eine Hirnhautentzündung verursachen können. Die meldepflichtige Erkrankung wird direkt oder durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) übertragen, dafür ist enger Kontakt mit einem Erkrankten oder Keimträger erforderlich.
Symptome
Meningokokken siedeln sich in Mund und Rachen an. Bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind Meningokokken nachweisbar, die nicht zu einer Erkrankung zu führen. Nur wenige Untergruppen der Bakterien lösen die gefürchtete Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) aus. Besonders Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche sind von der Erkrankung betroffen, die grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten kann. Etwa drei bis vier Tage nach der Infektion kommt es nach einem kurzen "Prodromalstadium" mit uncharakteristischen Erkältungsbeschwerden zu plötzlichen Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen, Nackensteifigkeit und einem schweren Krankheitsgefühl. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Krankheitszeichen oft weniger deutlich. Die Meningokokken-Erkrankung kann als eitrige Hirnhautentzündung auftreten, aber auch mit einer Sepsis (Blutvergiftung) und weiteren Krankheitszeichen verbunden sein. Da die Erkrankung innerhalb von Stunden zum Tod führen kann, ist beim Verdacht schnelles Handeln erforderlich. Meningokokken-Erkrankungen werden mit Antibiotika, zum Beispiel mit Penicillin, behandelt.
Impfung
Vor der Hirnhautentzündung durch Meningokokken kann die Meningokokken-Impfung schützen. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte die Impfung im zweiten Lebensjahr zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Außerdem wird die Impfung Risikogruppen wie zum Beispiel Reisenden in Risikogebiete oder Kontaktpersonen von Erkrankten empfohlen.




