Masern

Masern (medizinisch "Morbilli") sind eine akute Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird. Das Masern-Virus ist hochansteckend, daher tritt die Erkrankung bereits meist im Kindesalter auf. Die Übertragung des Virus geschieht durch eine Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen. Die Erkrankung hinterlässt nach ihrer Ausheilung eine lebenslange Immunität.

Symptome

Die Krankheit verläuft in zwei aufeinanderfolgenden Stadien: Etwa acht bis vierzehn Tage nach der Ansteckung beginnt das drei bis fünf Tage dauernde so genannte Prodromalstadium mit grippeartigen Symptomen wie Fieber, Schnupfen, Bindehautentzündung oder Abgeschlagenheit. Das Fieber erreicht einen ersten Gipfel. An das Prodromalstadium schließt sich das etwa drei Tage dauernde so genannte Exanthemstadium mit einem erneuten Fieberanstieg an. Gleichzeitig tritt der typische großfleckige, unregelmäßig begrenzte Masernausschlag auf, der sich hinter den Ohren beginnend über den gesamten Körper ausbreitet. Die Erholungsphase dauert etwa zwei Wochen.

Komplikationen

Von besonderer Bedeutung sind die Komplikationen der Masernerkrankung, die bei zehn bis zwanzig Prozent der Betroffenen auftreten. Hierzu zählen Entzündungen des Mittelohrs, der Lunge und des Gehirns (Enzephalitis). Letztere ist wegen der Gefahr bleibender Schädigungen besonders gefürchtet und endet – ebenso wie die Lungenentzündung – in 25 Prozent der Fälle tödlich.

Impfung

Die Erkrankung kann durch die Masernschutzimpfung vermieden werden, die in der Regel als Kombinationsimpfung (MMR) zusammen mit Mumps und Röteln erfolgt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung im Alter von elf bis vierzehn Monaten begonnen werden. In zirka fünf Prozent der Fälle können die sogenannten Impfmasern auftreten, die nicht infektiös und deutlich schwächer ausgeprägt sind als die eigentliche Krankheit.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; Dr. med. Patricia Hänel, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
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