Leberentzündung (Hepatitis B)
Hepatitis B ("Leberentzündung") ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Sie wird durch alle Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut und Sperma, übertragen. Allerdings sind kleinste Haut- oder Schleimhautverletzungen zur Ansteckung nötig. Am häufigsten findet eine Virenübertragung während der Geburt von der Mutter auf das Kind statt, weiterhin beim Geschlechtsverkehr, bei der gemeinsamen Benutzung von Injektionsnadeln (Drogenabhängige), bei Bluttransfusionen und Organtransplantationen. Auch beim Tätowieren und Piercen besteht Ansteckungsgefahr.
Symptome
Nach der Infektion können ein bis sechs Monate vergehen, bevor es zu den ersten Krankheitssymptomen kommt. Bei 30 bis 50 Prozent der Infizierten kommt es zu allgemeinem Krankheitsgefühl, Fieber, Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, Völlegefühl, Oberbauchschmerzen, Hautausschlag und eventuell Gelbsucht. Ein Prozent der Infizierten entwickelt ein schweres Krankheitsbild mit Leberversagen. Meist heilt Hepatitis B vollständig aus und hinterlässt eine lebenslange Immunität. In einigen Fällen gelingt es dem Körper nicht, das Hepatitis-Virus zu komplett zu bekämpfen: Die Erkrankung verläuft chronisch und kann langfristig zu Leberschäden bis zur Schrumpfleber (Leberzirrhose) führen. Das Risiko für Leberkrebs ist stark erhöht. Chronisch Infizierte können über viele Jahre andere Menschen mit der Erkrankung anstecken. Bestimmte Medikamente bessern oder stoppen den Krankheitsverlauf, eine völlige Virenfreiheit ist allerdings kaum zu erreichen.
Impfung
Um sich vor einer Infektion zu schützen, sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: kein ungeschützter Geschlechtsverkehr, kein gemeinsamer Gebrauch von Injektionsnadeln, Testung von Blutprodukten etc. Die STIKO empfiehlt eine Standardimpfung ab dem zweiten Lebensmonat sowie eine Grundimmunisierung bei nicht geimpften Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren. Bei Personen, die durch eine Tätigkeit im Gesundheitsdienst der Gefahr einer Hepatitis-B-Infektion ausgesetzt sind, sollte der Impfschutz regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls aufgefrischt werden.




