Hämophilus influenzae Typ B (HiB)

Das Bakterium Hämophilus influenzae kann bei einem Großteil der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum nachgewiesen werden. Gefährlich ist vor allem der Bakteriensubtyp B, der über eine schützende Kapsel verfügt und daher vom menschlichen Organismus nur unzureichend bekämpft werden kann. Die Übertragung des Erregers geschieht durch eine Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen. Trotz des ähnlichen Namens handelt es sich bei HiB nicht um den Erreger der Grippe (Influenza). Diese wird durch Viren hervorgerufen.

Symptome

An Hämophilus influenzae-Infektionen erkranken vorwiegend Kinder vor dem fünften Lebensjahr. Auch Erwachsene mit herabgesetzter Resistenz, zum Beispiel nach Entfernung der Milz, sind gefährdet. Hib kann lebensgefährliche Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum hervorrufen. Besonders gefürchtete Komplikationen sind die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis), die unbehandelt oft zum Tode führt, und die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis), die Erstickungsanfälle verursachen kann. Auch Lungenentzündungen können auftreten. Die Krankheit kann mit Antibiotika behandelt werden.

Impfung

Eine Vorbeugung gegen Infektionen mit Hib ist durch eine Schutzimpfung möglich. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung im zweiten Lebensmonat begonnen werden. Menschen, bei denen die Milz entfernt werden muss (Splenektomie), sollten möglichst bereits vor der Operation geimpft werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; Dr. med. Patricia Hänel, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
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