Diphtherie
Die Diphtherie ist eine akute Infektionserkrankung. Verursacht wird die Krankheit durch den Erreger Corynebacterium diphtheriae. Die Erreger werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Husten oder Niesen. Das Bakterium produziert Giftstoffe (Toxine), die für die Entzündungserscheinungen verantwortlich sind.
Symptome
Die Krankheit beginnt etwa zwei bis sechs Tage nach der Ansteckung. Dabei kann ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Typisch sind außerdem Halsschmerzen, Fieber und Schluckbeschwerden. Die Schwellungen im Rachenbereich können so stark sein, dass durch ein Zuschwellen der Atemwege Erstickungsgefahr besteht. Abhängig von der Immunlage des Erkrankten sind die Symptome individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Komplikationen
Zu den wichtigsten Komplikationen zählen Herzmuskel- und Nervenentzündungen, die zu Lähmungen führen können. Die Diphtherie endet in fünf bis zehn Prozent der Fälle tödlich. Bereits bei dem Verdacht auf eine Diphtherie-Infektion sollte wegen der Komplikationen ein Antitoxin (Gegengift) gegeben werden. Bei Ausbruch der Erkrankung wird diese mit Antibiotika behandelt. Wegen der Gefahr einer Herzmuskelentzündung muss für etwa sechs Wochen strenge Bettruhe eingehalten werden.
Impfung
Die Diphtherie lässt sich durch Schutzimpfungen vermeiden. Die Impfung wird in der Regel als Kombinationsimpfung zusammen mit Tetanus und Keuchhusten durchgeführt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung ab dem zweiten Lebensmonat begonnen werden. Die Impfung muss im Erwachsenenalter regelmäßig aufgefrischt werden.
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