Was Sie über Gerinnungshemmung wissen sollten
Wenn bei Ihnen eine oder mehrere Herzklappen ersetzt wurden, nehmen Sie von nun an wahrscheinlich Gerinnungshemmer. Noch im Krankenhaus werden Sie darauf eingestellt. Ein Maß für die Blutgerinnungszeit ist der INR-Wert. Nach diesem Wert richtet sich die Dosierung Ihres Medikaments.
Wenn Sie Ihren INR-Wert selbst bestimmen, werden Sie anfangs gründlich eingewiesen. Tragen Sie die Werte regelmäßig in Ihren Gerinnungsausweis ein und nehmen Sie diesen Ausweis zu jedem Arztbesuch mit. Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn der Gerinnungswert, vom Arzt bestimmt, von Ihren gemessenen Werten abweicht. Meist wählt das Labor eine andere Bestimmungsmethode, weshalb die Werte nicht direkt vergleichbar sind.
Die Einnahme von Gerinnungshemmern ermöglicht einen weitgehend normalen Lebensstil. Kleine Verletzungen bluten etwas länger, was aber nicht gefährlich ist. Bekommen Sie allerdings plötzlich starkes Nasen- oder Zahnfleischbluten, große blaue Flecken, ohne dass Sie sich gestoßen haben oder sehen Sie Blut im Stuhl oder im Urin, gehen Sie bitte unbedingt sofort zum Arzt. Vor und unmittelbar nach Operationen wird die Gerinnungshemmung mit anderen Medikamenten (Spritzen) weitergeführt.
Bedenken Sie, dass jedes zusätzliche Medikament die Wirkung des Gerinnungshemmers beeinflussen kann. Dazu zählen auch Vitaminpräparate. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt deshalb ab, was Sie zusätzlich zu den verordneten Medikamenten einnehmen.
Wer eine Herzklappe ersetzt bekam, sollte jederzeit einen Klappenausweis bei sich tragen. Er informiert im Notfall den behandelnden Arzt über die Arzt des Klappenersatzes und die Gerinnungshemmung. Außerdem macht er die Ärzte darauf aufmerksam, dass im Falle einer künstlichen Herzklappe keine MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) durchgeführt werden darf.
Wird bei jungen Frauen, die noch Kinder bekommen möchten, ein Klappenersatz notwendig, wird nach Möglichkeit ein Homograft eingesetzt. Damit entfällt die Gerinnungshemmung, die das Kind im Mutterleib sonst schädigen könnte. Junge Mütter, die Gerinnungshemmer einnehmen, dürfen ihr Baby trotzdem stillen, weil nur sehr geringe Mengen des Medikaments in die Muttermilch übergehen. Ob dem Säugling zusätzlich Vitamin K gegeben werden sollte, um die Blutungsgefahr gering zu halten, entscheidet der Kinderarzt.
Gerinnungsausweis sorgfältig führen
Wenn Sie Ihren INR-Wert selbst bestimmen, werden Sie anfangs gründlich eingewiesen. Tragen Sie die Werte regelmäßig in Ihren Gerinnungsausweis ein und nehmen Sie diesen Ausweis zu jedem Arztbesuch mit. Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn der Gerinnungswert, vom Arzt bestimmt, von Ihren gemessenen Werten abweicht. Meist wählt das Labor eine andere Bestimmungsmethode, weshalb die Werte nicht direkt vergleichbar sind.
Normales Leben mit Gerinnungshemmern
Die Einnahme von Gerinnungshemmern ermöglicht einen weitgehend normalen Lebensstil. Kleine Verletzungen bluten etwas länger, was aber nicht gefährlich ist. Bekommen Sie allerdings plötzlich starkes Nasen- oder Zahnfleischbluten, große blaue Flecken, ohne dass Sie sich gestoßen haben oder sehen Sie Blut im Stuhl oder im Urin, gehen Sie bitte unbedingt sofort zum Arzt. Vor und unmittelbar nach Operationen wird die Gerinnungshemmung mit anderen Medikamenten (Spritzen) weitergeführt.
Medikamente beeinflussen die Wirkung
Bedenken Sie, dass jedes zusätzliche Medikament die Wirkung des Gerinnungshemmers beeinflussen kann. Dazu zählen auch Vitaminpräparate. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt deshalb ab, was Sie zusätzlich zu den verordneten Medikamenten einnehmen.
Klappenausweis informiert im Notfall
Wer eine Herzklappe ersetzt bekam, sollte jederzeit einen Klappenausweis bei sich tragen. Er informiert im Notfall den behandelnden Arzt über die Arzt des Klappenersatzes und die Gerinnungshemmung. Außerdem macht er die Ärzte darauf aufmerksam, dass im Falle einer künstlichen Herzklappe keine MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) durchgeführt werden darf.
Gerinnungshemmung in Schwangerschaft und Stillzeit
Wird bei jungen Frauen, die noch Kinder bekommen möchten, ein Klappenersatz notwendig, wird nach Möglichkeit ein Homograft eingesetzt. Damit entfällt die Gerinnungshemmung, die das Kind im Mutterleib sonst schädigen könnte. Junge Mütter, die Gerinnungshemmer einnehmen, dürfen ihr Baby trotzdem stillen, weil nur sehr geringe Mengen des Medikaments in die Muttermilch übergehen. Ob dem Säugling zusätzlich Vitamin K gegeben werden sollte, um die Blutungsgefahr gering zu halten, entscheidet der Kinderarzt.
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