Chlamydien-Screening

Die Infektion mit Chlamydien zählt zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Diagnostizieren lässt sie sich mithilfe des sogenannten Chlamydien-Screenings.

Auch wenn eine Chlamydieninfektion oft beschwerdefrei verläuft, kann sie gerade für Frauen ernste Folgen haben – zum Beispiel Entzündungen der Gebärmutter und der Eileiter, Komplikationen in der Schwangerschaft oder sogar Unfruchtbarkeit. Frühzeitig erkannt, lässt sich die Bakterieninfektion jedoch gut mit Antibiotika behandeln. Deshalb übernehmen die Krankenkassen bei allen sexuell aktiven Frauen unter 25 Jahren einmal im Jahr die Kosten für ein Chlamydien-Screening.

Bei Beschwerden, die für eine Infektion mit Chlamydien sprechen, bezahlen die Krankenkassen in der Regel auch bei Frauen und Männern über 25 Jahren den Test. Ebenso wenn beim Partner Chlamydien nachgewiesen wurden.

Chlamydien-Screening: zuverlässiger Urintest

Beim Chlamydien-Screening handelt es sich um einen Urintest. Hierfür wird der erste Urin beim Wasserlassen benötigt – nicht wie sonst oft der sogenannte Mittelstrahlurin. In der Regel erhält der Getestete bereits nach wenigen Tagen das Testergebnis. Der Test gilt als sehr zuverlässig.

Positives Testergebnis – was nun?

Fällt das Testergebnis positiv aus, wird die Chlamydieninfektion mit Antibiotika behandelt. Werden die Medikamente nach Vorschrift eingenommen, heilt die Erkrankung normalerweise ohne Folgen aus. Auch beim Partner ist eine Behandlung notwendig, da er – ohne es zu wissen – auch infiziert sein kann.
  • Autor/in: Nina Prell, Medizinredakteurin; Medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin. vitanet.de
  • Quellen: Bundesministerium für Gesundheit: Chlamydien-Screening für Frauen bis zum 25. Lebensjahr (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/dateien/Downloads/F/Frueherkennung_und_Vorsorgeleistungen_der_GKV/Chlamydien__Vorsorge-_und_Frueherkennungsleistungen.pdf)
  • Gemeinsamer Bundesausschuss: Patienteninformation Screening auf Chlamydia trachomatis-Infektion (https://www.g-ba.de/downloads/17-98-2509/2009-10-19-Merkblatt-Chlamydienscreening.pdf)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Chlamydien (http://www.machsmit.de/sexuell_uebertragbare_infektionen/sti_uebersicht/chlamydien/index.php)