Impfen: Nebenwirkungen

Impfstoffe gehören zu den sichersten uns zur Verfügung stehenden Arzneimitteln. Dennoch können Nebenwirkungen bei Impfungen auftreten. Schwerwiegende Impfreaktionen sind jedoch sehr selten.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind örtliche Reaktionen wie Rötungen und Schwellungen an der Injektionsstelle, die etwa zwei bis drei Tage nach der Impfung auftreten. Sie sind nicht besorgniserregend. Ähnlich wie die deutlich seltener auftretenden Allgemeinreaktionen (zum Beispiel Temperaturerhöhung, Müdigkeit, Erbrechen) zeigen sie, dass sich der Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzt.

Als Impfkomplikationen bezeichnet man über normale Impfreaktionen hinausgehende, durch eine Impfung verursachte Erkrankungen, die gegebenenfalls sogar behandelt werden müssen. Zu den häufigeren Impfkomplikationen zählen zum Beispiel die sogenannten Impfmasern, die jedoch immer schwächer ausgeprägt sind und zu deutlich weniger Komplikationen führen als die eigentliche Masernerkrankung. Insgesamt sind Impfkomplikationen selten.

Von einem Impfschaden spricht man, wenn infolge einer Impfung ein bleibender Schaden auftritt. Impfschäden sind in Deutschland extrem selten.

Seit einigen Jahren werden verstärkt Nutzen und Risiken von Impfungen diskutiert. Die Angst vor Nebenwirkungen und die geringere Präsenz gefährlicher Infektionskrankheiten in unseren Breitengraden haben in der Bevölkerung zu einer nachlassenden Bereitschaft zum Impfen geführt. Man spricht deshalb auch von einer "Impfmüdigkeit". Doch das Risiko, sich mit der entsprechenden Krankheit zu infizieren ist ungleich höher das möglicher Impfkomplikationen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; Dr. med. Patricia Hänel, Ärztin und Medizinjournalistin
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
  • Paul-Ehrlich-Institut
  • Centrum für Reisemedizin
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