Impfen: Der Impfpass

Impfen Impfpass
Der Aufbau eines ausreichenden Impfschutzes beginnt im Säuglingsalter mit der Grundimmunisierung. Durch regelmäßige Auffrischimpfungen wird sichergestellt, dass der Impfschutz aufrecht erhalten bleibt. Gelegentlich, zum Beispiel bei Auslandsreisen, kann es notwendig sein, sich im Erwachsenenalter gegen weitere Krankheiten impfen zu lassen. Alle diese Impfungen müssen im Impfpass dokumentiert werden.

Mithilfe des Impfpasses kann sich der Arzt genau über den Impfstatus des Patienten informieren. Auch der Patient kann sich anhand des Dokuments einen Überblick darüber verschaffen, wann und ob er gegen welche Krankheiten geimpft wurde.

Ist fraglich, ob eine Impfung stattgefunden hat, darf sich der Arzt nicht auf die Aussage des Patienten verlassen. Wenn Sie also Ihren Impfpass verloren haben oder die Impfdokumentation lückenhaft ist, wird sich Ihr Arzt in der Regel zu einer Neuimpfung entschließen beziehungsweise die wichtigsten Impfungen nachholen.

Besonders wichtig ist der Impfpass zum Beispiel nach Verletzungen, damit der Arzt feststellen kann, ob ein ausreichender Schutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) besteht. Da in diesem Fall zur Sicherheit sofort geimpft wird, können Sie sich eine Spritze ersparen, wenn Sie den Impfpass beim Arztbesuch gleich mitbringen.

Zusätzliche Impfungen bei bereits bestehendem Impfschutz sind gesundheitlich ungefährlich. Ein fehlender oder unvollständiger Impfpass ist daher kein Grund, Impfungen zu verschieben oder mit einer Grundimmunisierung nicht zu beginnen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; Dr. med. Patricia Hänel, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
  • Paul-Ehrlich-Institut
  • Centrum für Reisemedizin
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