Impfen: Gegenanzeigen

Vor- und Nachteile einer Immunisierung sollten vor Durchführung der Schutzimpfung gründlich abgewogen werden. Hierzu sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen.

In folgenden Fällen sind Impfungen nicht oder nur eingeschränkt empfohlen:

Während einer Schwangerschaft sollte auf Impfungen, die nicht dringend notwendig sind, verzichtet werden. Impfungen mit Lebendimpfstoffen gegen Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sollten nicht durchgeführt werden.

Für mindestens zwei Wochen nach einer akuten behandlungsbedürftigen Erkrankung sollte im Regelfall nicht geimpft werden. Ausnahmen sind Impfungen, die durchgeführt werden, nachdem der Patient einem Erreger bereits ausgesetzt war (postexpositionelle Impfung).

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen abklären

Sind im zeitlichen Zusammenhang mit einer früheren Impfung unerwünschte Arzneimittelwirkungen aufgetreten, müssen diese vor einer erneuten Impfung mit dem gleichen Impfstoff geklärt werden.

Wenn Allergien gegen Bestandteile von Impfstoffen (zum Beispiel Hühnereiweiß) bekannt sind, dürfen für die Impfung keine Impfstoffe verwendet werden, die diese Bestandteile enthalten.

Immungeschwächte Patienten sollten vor Impfungen stets den behandelnden Arzt konsultieren. Dies gilt besonders für Impfungen mit Lebendimpfstoffen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.03.2015
  • Autor/in: Dr. med. Silke Brüggemann, MSc, Fachärztin für Orthopädie und Medizinjournalistin; Dr. med. Patricia Hänel, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
  • Paul-Ehrlich-Institut
  • Centrum für Reisemedizin