Sicher und gesund im Urlaub: So schützen Sie sich vor der Sonne

In der Sonne ist ein angemessener Sonnenschutz wichtig, um Hautschäden wie Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs vorzubeugen. Vor allem in Reiseländern, in denen die Sonneneinstrahlung stärker und für Urlauber oft schwerer einzuschätzen ist als zu Hause, sollten gewisse Regeln zum Sonnenschutz beachtet werden.

Frau sucht Sonnenschutzmittel aus © iStock

Sonnenschutz: richtig kleiden, mittags meiden

Grundsätzlich gilt: Kleidung ist der beste Schutz. Tragen Sie Kleidungsstücke aus dicht gewebten, künstlichen Stoffen in kräftigen oder dunklen Farben und achten Sie darauf, dass sie nicht nass sind. Besonders für Kinder eignen sich spezielle Textilien mit UV-Schutz. Denken Sie auch an eine Kopfbedeckung.

Generell sollten Sie sich nur so lange wie nötig in der direkten Sonne aufhalten. Meiden Sie – wenn möglich – die Sonne in den Mittagsstunden. Zwischen 11 und 14 Uhr ist die UV-Belastung am höchsten. Bedenken Sie auch: Oberflächen und Materialien wie Wasser und Sand reflektieren die UV-Strahlen und verstärken so die UV-Belastung. UV-Strahlen dringen auch durch Fensterglas.

Das richtige Sonnenschutzmittel

Die Wahl des Sonnenschutzmittels wird vor allem durch den Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF, Sun Protection Factor) bestimmt. Welcher Lichtschutzfaktor benötigt wird, richtet sich einerseits nach dem sogenannten Lichttyp des Anwenders, also danach, wie empfindlich dessen Haut auf die Sonne reagiert. Zum anderen spielt die aktuelle Stärke der UV-Strahlung am Aufenthaltsort eine Rolle, der sogenannte UV-Index. Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel sich bei richtiger Anwendung des Sonnenschutzmittels die Zeit verlängert, in der sich der Betroffene unbeschadet in der Sonne aufhalten kann.

Diese Zeit sollte man allerdings nie ganz ausreizen. Hautärzte raten, nie länger als zwei Stunden direkt in der Sonne zu bleiben, selbst wenn ein Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor verwendet wird.

Beispiel: An einem Hochsommertag mit UV-Index 7 (hoch) droht empfindlichen Menschen mit Hauttyp 1 ohne Schutz schon nach fünf bis zehn Minuten ein Sonnenbrand. Schutz bieten Hut, T-Shirt, Sonnenbrille und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (30-50).

Sonnenschutzmittel sind als Öl, Gel, Creme oder Milch erhältlich

Je nach Hauttyp – also je nachdem, ob der Betroffene normale, fettige oder trockene Haut hat – kann er zwischen verschiedenen Präparaten wählen. Beispielsweise werden Sonnenschutzmittel als Öl, Gel, Creme oder Milch angeboten.

Kinder benötigen einen besonders guten Sonnenschutz, da ein schwerer Sonnenbrand bei ihnen zum Teil lebensgefährliche Auswirkungen haben kann. Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko eines bösartigen Hautkrebses um das Fünffache. Aus diesem Grund sollten kleine Kinder nie unbekleidet in der Sonne spielen. Sonnenschutzmittel zum Auftragen sind jedoch für Babys bis zu einem Jahr ungeeignet – hier schützen Textilien vor der Sonne. Am besten sollten sich Kinder – soweit möglich – nur im Schatten aufhalten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.07.2018
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung Cornelia Sauter, Ärztin; medizinische Qualitätssicherung: Saskia Thérèse Schirmer, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen
  • Altmeyers Enzyklopädie: Lichtschutz, URL: https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/lichtschutz-53 (abgerufen am 30.05.2018)