Schwimmen und Baden

Reisen ans Meer, an einen See oder Flusslauf versprechen Erholung und Vergnügen. Doch wer beim Baden gewisse Regeln nicht beachtet, kann fahrlässig seine Gesundheit aufs Spiel setzen.

Nasser Fuß auf Holz © Thinkstock
Was Sie berücksichtigen sollten, damit das Baden ein Vergnügen wird, erfahren Sie hier:

Wasserqualität

Im Wasser können Parasiten, Bakterien, Viren, Pilze und auch andere bissige und giftige Tiere vorkommen, die bei Kontakt die Gesundheit gefährden können. Informieren Sie sich sowohl vor der Reise über die Situation an Ihrem Reiseziel als auch vor Ort. Versuchen Sie beim Baden möglichst kein Wasser zu schlucken. Duschen Sie sich nach jedem Baden ab. Das Tragen von Badeschlappen – gerade in Schwimmbädern – verhindert Fußpilz sowie Verletzungen durch spitze und scharfe Gegenstände.

Strömungen

In Gewässern, die in Bewegung sind, treten oft Strömungen auf. Die bekanntesten sind die sogenannten Gezeiten: Ebbe und Flut. Es gibt aber auch Oberflächenströmungen, Tiefenströmungen, Strudel und Sogwirkungen. Wirken auf den Badenden solche Kräfte ein, kann er in gefährliche Situationen geraten. Sie sollten sich vor Ort – entweder im Hotel, bei der Wasserwacht oder einer örtlichen Tauchbasis – über eventuelle Strömungen informieren.

Tiere im Wasser

Generell gilt: Tiere sind grundsätzlich nicht von sich aus aggressiv gegen den Menschen. Wenn Sie genügend Abstand zu Tieren halten und sie nicht berühren, kann in der Regel nichts passieren. Informieren Sie sich vor Ort vor dem Baden über die aktuelle Situation und verhalten Sie sich entsprechend.

Die wichtigsten Regeln beim Baden und Schwimmen:

  • Als ungeübter Schwimmer sollten Sie nicht zu weit hinausschwimmen, auch nicht mit Luftmatratze.
  • Springen Sie nicht in Gewässer, bei denen Sie nicht wissen, wie tief es ist.
  • Kühlen Sie sich vor dem Baden ab.
  • Bleiben Sie immer in der Nähe anderer Schwimmer.
  • Beachten Sie Warnhinweise der Wasserwacht zu Unwetter, Sturm oder Strömungen.
  • Gehen Sie nicht direkt nach einer Mahlzeit oder alkoholisiert ins Wasser.
  • Achten Sie auf wasserfesten Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Sonnenlicht wird durch Wasser reflektiert und verstärkt.
  • Kinder sollten am und im Wasser immer beaufsichtigt werden.

Was Sie beachten sollten, falls ein Schwimmer in Not gerät:

Vor jeder Rettungsaktion muss Ihnen klar sein, ob Sie überhaupt in der Lage sind, eine Rettung durchzuführen. Vielfach überschätzen sich mögliche Retter und werden so zu weiteren Opfern. Falls Sie sich die Rettung nicht zutrauen, veranlassen Sie die Rettung durch andere Personen. Viele Strände haben Strandwachen. Ein Erste-Hilfe-Kurs vor der Reise ist außerdem keine schlechte Investition!
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.06.2013
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen