Verbrennungen und Verbrühungen: das hilft

Beim Grillen, am Lagerfeuer oder beim Hantieren mit kochendem Wasser – verbrannt oder verbrüht hat man sich schnell. Die wichtigste Maßnahme bei kleineren Brandwunden ist eine rasche und ausreichende Kühlung mit kühlem Wasser. Das stillt den Schmerz und verhindert, dass die Verbrennung in tiefere Hautschichten vordringt. 

Menschen um Lagerfeuer © iStock

Brandblasen – das sollten Sie tun

Eine Brandblase sollten Sie nicht aufstechen – sie ist ein körpereigener steriler Wundschutz. Sind Brandblasen geplatzt, sollten Sie diese möglichst keimfrei abdecken, beispielsweise mit einer sterilen Kompresse.

Erste Hilfe bei Verbrühungen

Bei großflächigen Verbrühungen sollten Sie die betroffene nasse Kleidung entfernen. Festklebende Kleidungsstücke sollte allerdings nur der Arzt entfernen. Die betroffenen Stellen können Sie mit einem sauberen Tuch abdecken. Am besten ist ein metallbeschichtetes Verbandstuch aus dem Erste-Hilfe-Koffer, es verhindert zu großen Wärmeverlust. Bringen Sie den Verletzten so rasch wie möglich in ein Krankenhaus oder lassen Sie ihn von einem Notarzt versorgen. Wegen der Unterkühlungsgefahr sollten Sie den Betroffenen zusätzlich in eine Decke hüllen. Rasches Handeln ist entscheidend.

Grundsätzlich gilt: Brandverletzungen sollten nur gekühlt werden, wenn der Betroffene über Schmerzen klagt. Dann eignet sich kühles Leitungswasser zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Kühlen Sie keine zu großen Areale – die Fläche sollte maximal der Größe eines Unterarms entsprechen –, sonst droht eine Unterkühlung. Vor allem bei Kindern sollten Kopf und Rumpf nicht gekühlt werden, sondern nur die Arme beziehungsweise Beine. Sind mehrere Bereiche betroffen, sollten Sie die Stellen abwechselnd kühlen.
Info
Bei großflächigen Verbrennungen oder Verbrühungen von mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche droht ein Kreislaufschock. Das sollten Sie insbesondere bei Kindern beachten. Außerdem sollte der Betroffene genügend trinken, da es über die geschädigte Haut zu großen Flüssigkeitsverlusten kommen kann. Verständigen Sie den Notarzt so schnell wie möglich – je früher die betroffene Person medizinisch versorgt wird, desto besser.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.06.2018
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin; medizinische Qualitätssicherung: Saskia Thérèse Schirmer, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen
  • www.miamded.de (abgerufen am 19.06.2018).