Spinnen

Giftige Spinnen kommen heute in Asien, insbesondere Indonesien, Malaysia, Pakistan, im Süden Nordamerikas, in Mittel- und Südamerika, im Süden Afrikas, in Australien sowie in den Ländern rund ums Mittelmeer vor. Trotzdem sind die Chancen, einer giftigen Spinne zu begegnen, recht gering. Spinnen sind scheue Tiere und verstecken sich meist vor Menschen.

Spinnenbisse sind höchst selten und können vermieden werden – wenn Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Dazu zählt vor allem, dass Sie sich vor Ihrer Reise über eventuelle Gefahren durch Spinnen informieren. Dasselbe sollten Sie auch nochmals vor Ort tun.

Hier einige Vorsichtsmaßnahmen bei Spinnen:

  • Achten Sie darauf, wohin Sie gehen. Vermeiden Sie unübersichtliche Stellen.
  • Spinnen bevorzugen Aufenthaltsorte wie Felsspalten, Lebensmittel (besonders Obst) oder dunkle Ritzen, deshalb sollten Sie nicht unbedacht irgendwo hineingreifen.
  • Einige Spinnen sind nachtaktiv. Inspizieren Sie gründlich Ihre Schlafstätte vor dem Zubettgehen.
  • Klopfen Sie Ihre Schuhe oder Stiefel vor dem Anziehen aus. Untersuchen Sie ihre Kleidung vorsichtig.
  • Lassen Sie keine Wäschestücke auf dem Boden herumliegen.

Symptome von Spinnenbissen:

Spinnenbisse verursachen manchmal sehr starke Schmerzen und führen zu mittleren bis starken Schwellungen am jeweiligen Körperteil (meist Hände, Arme und Beine). Auch Fieber und Krämpfe, Nierenprobleme und Kreislaufversagen sowie allergische Reaktionen können die Folge sein. In seltenen Fällen kann der Biss zum Tode führen (Biss der Wolfs- und Bananenspinne in Australien, Südafrika und Südamerika oder der Sydney-Trichternetzspinne).

Erste Hilfe nach einem Spinnenbiss:

  • Stellen Sie den betroffenen Körperteil ruhig.
  • Versuchen Sie nicht, die Wunde auszusaugen.
  • Im Zweifelsfall alarmieren Sie sofort einen Arzt oder bringen Sie den Gebissenen in ein Krankenhaus.
  • Die Kompressions-Immobilisationsmethode: Wenn innerhalb von 30 Minuten nach dem Biss einer extrem giftigen Spinne in Arm oder Bein keine ärztliche Hilfe möglich ist, sollten Sie die Blutzufuhr der Extremität verringern, indem Sie sie mit einem Kompressionsverband versorgen. Beginnen Sie von unten nach oben mit einer elastischen Binde zu wickeln. Allerdings darf dabei die Blutzufuhr nicht komplett unterbrochen werden, das heißt, der Puls muss weiterhin fühlbar sein. Eine Schienung und Ruhigstellung der Extremität ist dann ebenfalls empfehlenswert. Eine allgemeine Empfehlung dieser Methode ist nicht sinnvoll und nur bei extrem giftigen Tierbissen anzuraten, da die Nachteile einer solchen Behandlung gravierend sein können: Eine zu feste Bandage kann Schäden an der Extremität verursachen, nach Lösen der Bandage kann vermehrt Gift in den Körper einschwemmen und im Bereich der Bissstelle kann sich das Gift stark gewebezersetzend ausbreiten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.06.2013
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen