Knochenbrüche

Ob bei einer Tour in den Bergen oder am Strand: Unwegsames Gelände oder schlechte Ausrüstung können leicht zu Knochenbrüchen führen. Ist dann der nächste Arzt oder das nächste Krankenhaus weit entfernt, können Sie mit wenigen einfachen Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Betroffenen oft schwerere Folgen verhindern und Schmerzen lindern.

Das Wichtigste bei einem Knochenbruch ist, dass Sie den entsprechenden Körperteil so stabilisieren, dass er nicht mehr bewegt werden kann. Dazu benutzen Sie am besten Tücher, Decken oder Kleidungsstücke zur Polsterung. Zur Ruhigstellung eines Beins können Sie zusätzlich einen Ast oder einen Besenstiel verwenden. Bei einem gebrochenen Arm eignen sich zur Stabilisierung Dreieckstücher, die sich normalerweise auch im PKW-Verbandskasten befinden.

Offene Brüche mit sichtbaren Knochenteilen sollten Sie am besten möglichst keimfrei mit einem sauberen Tuch abdecken.

Bei Verdacht auf einen Rippenbruch mit atemabhängigen Brustschmerzen erleichtern Sie Betroffenen die Atmung durch eine Lagerung mit erhöhtem Oberkörper.

Vorsicht bei Wirbelsäulenverletzungen

Besteht auch nur der geringste Verdacht auf Hals- oder Wirbelsäulenverletzungen, sollten Sie den Betroffenen so wenig wie möglich bewegen – es sei denn, Sie müssen ihn aus einer Gefahrenzone herausbringen. Polstern Sie den Körper gut und sprechen Sie mit dem Betroffenen, das beruhigt und verhindert Panikbewegungen. Ein mögliches Symptom für eine Wirbelsäulenverletzung kann Taubheit in Gliedmaßen sein.
Info
Versuchen Sie nicht, den gebrochenen Knochen selbst einzurichten, denn dadurch könnten zusätzlich Blutgefäße und Nerven verletzt werden! Veranlassen Sie einen Notruf.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.06.2013
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen