Vitamin B9 (Folsäure) – Vitamin für die Zellteilung

Folsäure ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt – vor allem Gewebe mit hoher Zellteilungsrate (zum Beispiel Knochenmark, Haut, Schleimhaut) sind daher auf Folsäure angewiesen.

Ernährung Vitamine Erbsen © Thinkstock
Folsäure ist auch an der Umwandlung des gefäßschädigenden Homocysteins in Methionin beteiligt.

Folsäurereich sind Fleisch, Gemüse (Salat, Spinat), Eigelb, Getreide und Hülsenfrüchte. Durch die Lebensmittelverarbeitung und -lagerung geht allerdings ein Großteil des Folsäureanteils verloren.

Ein Mangel an Folsäure zeigt sich durch Blässe, Müdigkeit, Schleimhautveränderungen, Magen-Darm-Störungen, Wachstumsstörungen und erhöhte Arteriosklerosegefahr („Gefäßverkalkung“).

Wegen der allgemein schlechten Versorgung mit Folsäure wird sie in einigen Ländern wie den USA oder Ungarn manchen Nahrungsmitteln mit gutem Erfolg zugesetzt. In Deutschland ist das noch nicht der Fall, obwohl gerade junge Frauen niedrige Folsäurewerte aufweisen.

Folsäure in der Schwangerschaft

Für Schwangere hat Folsäure eine besondere Bedeutung, denn bei Folsäuremangel kann es zu Störungen in der Entwicklung des Gehirn und Rückenmarks des Kindes kommen. Mögliche Folgen sind Neuralrohrdefekte (zum Beispiel Spina bifida, „offener Rücken“). Deshalb wird Frauen empfohlen, möglichst schon bei der Schwangerschaftsplanung zusätzlich Folsäure einzunehmen (400 Mikrogramm-Äquivalent/Tag).

Folsäure kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen

Folsäure kann den Homocysteinspiegel im Blut senken und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Besonders empfehlenswert ist die gemeinsame Zufuhr mit den Vitaminen B6 und B12. Eine zusätzliche Zufuhr von Folsäure kann außerdem bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetes mellitus, oder auch Tumorerkrankungen sinnvoll sein.

Für Erwachsene wird eine tägliche Zufuhr von 300 Mikrogramm-Äquivalent empfohlen (D-A-CH-Referenzwert). Bitte beachten Sie: Folsäure kann die Wirkung einiger anderer Arzneimittel beeinflussen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, www.dge.de.
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