Vitamin B1

Thiamin hat eine zentrale Funktion im Kohlenhydratstoffwechsel und wird daher besonders in Geweben mit hohem Kohlenhydratumsatz benötigt, wie zum Beispiel den Nervenzellen.

Thiamin findet sich vor allem in den Keimen und Randschichten von Getreide- und Reiskörnern, aber auch in Nüssen und Schweinefleisch.
Die Symptome eines Thiaminmangels wurden bereits im 17. Jahrhundert unter dem Namen „Beri-Beri“ bekannt. Diese Erkrankung zeichnet sich durch schwere Herz-Kreislauf-Störungen aus, damals starben Tausende von Menschen in Ostasien und Japan.

Ein solch schwerer Vitaminmangel kommt heutzutage praktisch nicht mehr vor. Ein leichter Mangel macht sich in Form von Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Zittern, Muskelschwäche und erhöhter Reizbarkeit bemerkbar.

Der Thiaminbedarf ist abhängig von Alter und Leistungsumsatz. Für Erwachsene wird eine tägliche Zufuhr von 1,0-1,3 mg empfohlen (D-A-CH-Referenzwert).

Bei verschiedenen Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, der Alkoholischen Polyneuropathie oder anderen Störungen des Nervensystems besteht ein erhöhter Bedarf an Vitamin B1.
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