Ursachen für einen Vitalstoffmangel

Zahlreiche Faktoren führen dazu, dass viele Menschen einen Vitalstoffmangel aufweisen:

  • Falsche Essgewohnheiten: Fertiggerichte, Fast Food oder Kantinenessen enthalten nur einen Teil der Vitalstoffe, die wir brauchen. Auch bei einseitiger Ernährung wie bei Veganismus oder ähnlichen einseitigen Diäten tritt Mangelversorgung oft auf
  • Lagerung, Transport, Verarbeitung und Warmhalten von Lebensmitteln verringern den Vitalstoffgehalt
Echte Mangelerkrankungen sind eher selten, so zum Beispiel Skorbut (Vitamin C-Mangel), Rachitis (Vitamin-D-Mangel) oder Beriberi (Vitamin-B1-Mangel). Dagegen treten latente Mangelzustände relativ häufig auf – insbesondere bei Risikogruppen wie Kindern und Jugendlichen, jungen Frauen, Schwangeren oder Senioren. Beispielsweise nehmen 75 Prozent aller jungen Frauen weniger Folsäure zu sich, als empfohlen wird. Folsäure ist unter anderem bei Schwangeren für eine regelrechte embryonale Entwicklung essenziell. Auch bei Vitamin D besteht in der deutschen Bevölkerung eine klare Unterversorgung. Außerdem berichtet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), dass nur 15 Prozent aller Deutschen die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich nehmen.

Die Stoffwechselvorgänge unseres Körpers, die Immunabwehr und andere Schutzmechanismen funktionieren jedoch nur dann optimal, wenn die notwendigen Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: U. Gröber, Orthomolekulare Medizin, WVG Stuttgart 2002
  • H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Ernährungs Umschau: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pfd_2009/06_09/EU06_346_353.qxd.pdf)