Spezielle Ernährung bei Multipler Sklerose

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch verlaufende Autoimmunkrankheit, deren genaue Ursachen noch nicht geklärt sind. Genetische Faktoren, virale Infekte und Umwelteinflüsse scheinen eine Rolle zu spielen. Im Verlauf der Erkrankung gehen die Nervenscheiden zunehmend verloren und es kommt zu entsprechenden Nervenstörungen.

Im Verlauf der Erkrankung kann es durch Funktionseinbußen zu Störung der Nahrungsaufnahme und Beweglichkeit kommen, was zu Mangelernährung und Mangelversorgung führen kann. Spezielle Diäten wie die Swank-Diät, glutenfreie Kost oder eine vermehrte Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Vitamin D, Vitamin B12 und Antioxidantien können jedoch nicht generell empfohlen werden.

Folgende Mikronährstoffe spielen bei Multipler Sklerose eine Rolle:

Omega-3-Fettsäuren:
Diese Fettsäuren haben antientzündliche Eigenschaften und können die Erkrankungsschübe abschwächen und verkürzen. Daher ist es sinnvoll, auf eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren – enthalten zum Beispiel in Seefischen oder Pflanzenölen wie Soja-, Raps- oder Walnussöl – zu achten. Insgesamt ist eine fett- und arachidonsäurearme Kost mit wenigen tierischen Fetten empfehlenswert.

Antioxidantien:
Oxidative Schädigungen scheinen auch bei der Multiplen Sklerose eine Rolle zu spielen. Entsprechend wird empfohlen, eine ausreichende Menge an antioxidativen Substanzen wie Vitamin A, C, E, Selen und Zink zu sich zu nehmen.

Bitte beachten Sie: Die Behandlung einer Multiplen Sklerose sollte grundsätzlich durch den Arzt erfolgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: U. Gröber, Orthomolekulare Medizin, WVG Stuttgart 2002
  • H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) in Zusammenarbeit mit der GESKES, der AKE, der DGN und der DGG: Klinische Ernährugn in der Neurologie (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/073-020l_S3_Klinische_Ern%C3%A4hrung_Neurologie_2013-09.pdf)
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