Spezielle Vitalstoffe – Krebs

Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Bei der Entstehung von Krebs spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die das Erbgut der Zellen verändern und so das Wachstum eines Tumors auslösen. Eine wichtige Bedeutung kommt dabei der Ernährung zu: Eine obst-, ballaststoff- und gemüsereiche sowie fettarme Ernährung scheint mit einer geringeren Krebshäufigkeit zusammenzuhängen. Dies belegen mehrere epidemiologische Studien.

Folgende Vitalstoffe spielen bei der Krebsvorsorge eine wichtige Rolle:

Antioxidantien sind von besonderer Bedeutung für die Krebsvorbeugung. Denn oxidativer Stress wird als eine Krebsursache angesehen. Hier sind insbesondere Vitamin E, C, ß-Carotin und Selen zu nennen.

Bei der Stärkung der Immunabwehr spielen vor allem Vitamin C und Zink eine wichtige Rolle. Vitamin C – und wohl auch ß- Carotin – sind außerdem äußerst wirksam gegen krebsauslösende Substanzen (Kanzerogene). Vitamin C neutralisiert beispielsweise Nitrosamine, die insbesondere Magenkrebs, aber auch Krebs der Speiseröhre und des Nasen-Rachen-Raumes auslösen können. Zellteilung und Wachstum sowie Reparaturvorgänge in der Zelle werden vor allem durch Vitamin A gesteuert.

Zusätzliche Einnahme von Vitalstoffen nicht notwendig

Eine zusätzliche Einnahme von Mikronährstoffen (umgangssprachlich auch Vitalstoffe) über Nahrungsergänzungsmittel ist – sofern kein nachgewiesener Mangel besteht – nicht notwendig. Eine ausgewogene, gesunde und fettreduzierte Ernährung mit Obst, Gemüse und Ballaststoffen enthält meist alles, was der Körper benötigt. Durch die unkontrollierte Zufuhr von Vitalstoffen können unerwünschte Nebenwirkungen wie Allergien und Wechselwirkungen mit Medikamenten auftreten und das Krebsrisiko kann steigen. Die Experten der wissenschaftlichen Medizin raten von der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Krebsverhütung ab.
Bitte beachten Sie: Die Behandlung einer Krebserkrankung sollte grundsätzlich durch einen Arzt erfolgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Deutsches Krebsforschungszentrum: Vitamine und Spurenelemente (https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/vitamine-und-spurenelemente.php)
  • Deutsches Krebsinformationszentrum: Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung? (https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/nahrungsergaenzungsmittel.php)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Nahrungsergänzungsmittel – Vertrieb über Ärzte und Apotheker (http://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel_vertrieb_ueber_aerzte_und_apotheker.pdf)
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