Spezielle Vitalstoffe – Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor Todesursache Nummer Eins in den westlichen Industrieländern. Dazu zählen die koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVK). An den erschreckend hohen Zahlen haben auch die vielen Behandlungsprogramme und die Fortschritte in der High-Tech-Medizin wenig ändern können.

Problematisch ist, dass die zugrundeliegende Arteriosklerose, die Verkalkung der Arterien, meist relativ spät erkannt wird. Hier liegt aber auch eine neue Herausforderung – nämlich Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen und die Erkrankungswahrscheinlichkeit durch vorbeugende Maßnahmen zu senken. Vitalstoffe werden dabei sowohl vorbeugend als auch in der begleitenden Behandlung eingesetzt.

Folgende Vitalstoffe wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus:

B-Vitamine:
Folsäure, Vitamin B6 und B12 senken einen erhöhten Homocysteinspiegel, der als eigenständiger Risikofaktor für Arteriosklerose gilt. Niacin (Vitamin B3) senkt erhöhte Blutfettwerte. Studien zufolge haben Frauen, die eine folsäure- und Vitamin-B6-reiche Ernährung zu sich nehmen, ein geringeres Risiko für koronare Herzerkrankungen.
Omega-3-Fettsäuren:
Sie tragen nach einem Herzinfarkt dazu bei, das Risiko für einen zweiten Infarkt zu senken. Omega-3-Fettsäuren werden daher therapeutisch bei Herzinfarktpatienten und erhöhten Triglyceridwerten eingesetzt.
Magnesium:
Magnesium ist für die Energiebereitstellung des Herzmuskels wichtig. Es wirkt gefäßerweiternd und damit blutdrucksenkend. Therapeutisch wird es eingesetzt, um die Sterblichkeit direkt nach einem Herzinfarkt zu senken.
Antioxidantien:
Antioxidantien schützen, indem sie freie Radikale neutralisieren und dadurch den oxidativen Stress verringern. Hier sind vor allem Vitamin E und C zu nennen. Allerdings konnte die schützende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System in Studien bisher nicht eindeutig belegt werden. So kam beispielsweise die Women's Health Study zum Ergebnis, dass Vitamin E das Risiko für einen Schlaganfall nicht senkt.
Bitte beachten Sie: Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte grundsätzlich durch einen Arzt erfolgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Deutsches Krebsinformationszentrum: Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung? (https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/nahrungsergaenzungsmittel.php)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Nahrungsergänzungsmittel – Vertrieb über Ärzte und Apotheker (http://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel_vertrieb_ueber_aerzte_und_apotheker.pdf)
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