Richtwerte für den Vitalstoffbedarf

Die Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben gemeinsame Richtwerte für die Nährstoffzufuhr festgelegt – die sogenannten D-A-CH-Referenzwerte. Diese Richtwerte stellen zum einen Minimalanforderungen zur Vermeidung von Mangelzuständen dar, aber auch die Angabe von Höchstmengen, über die hinaus mit unerwünschten Nebenwirkungen gerechnet werden muss.

In bestimmten Situationen können Menschen einen höheren Bedarf an gewissen Nährstoffen haben. Dazu gehören: Vitalstoffen kommt aber eine weitaus umfassendere Rolle zu: Sie werden eingesetzt um die Gesundheit optimal zu unterstützen und chronischen Erkrankungen vorzubeugen.

In bestimmten Fällen ist die Zufuhr von Vitaminen wie Vitamin D oder Folsäure und auch die Gaben von Mineralstoffen wie Jod notwendig. In der Regel können die restlichen Nährstoffe durch eine gesunde ausgewogene Kost in ausreichendem Maße aufgenommen werden. Da heute die komplexen Vorgänge, in die die Mikronährstoffe eingebunden sind, noch nicht vollständig geklärt sind, ist eine zusätzliche Zufuhr dieser Stoffe in der Regel nicht empfehlenswert – Ausnahmen sind nachgewiesene Mangelzustände. Oft haben diese Substanzen positive Eigenschaften, die allerdings im Zusammenspiel mit anderen Faktoren auch ins Gegenteil umschlagen können. Auf dem Gebiet der Mikronährstoffe wird deshalb viel geforscht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: U. Gröber, Orthomolekulare Medizin, WVG Stuttgart 2002
  • H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000