Richtwerte für den Vitalstoffbedarf

Die Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben gemeinsame Richtwerte für die Nährstoffzufuhr festgelegt, die sogenannten D-A-CH-Referenzwerte. Diese Richtwerte dienen vor allem der Vermeidung von Mangelzuständen und stellen daher Minimalanforderungen dar.

Zu beachten ist jedoch: Menschen haben in bestimmten Situationen einen höheren Vitalstoffbedarf. Dazu gehören:
  • kranke Menschen beziehungsweise Menschen, die sich von einer Krankheit erholen
  • Menschen mit starker körperlicher oder seelischer Belastung
  • Menschen mit Verdauungs- und Stoffwechselstörungen
  • Menschen, die viel Alkohol trinken
  • Raucher
  • Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen
Vitalstoffen kommt heutzutage aber eine weitaus umfassendere Rolle zu: Sie werden eingesetzt um die Gesundheit optimal zu unterstützen und chronischen Erkrankungen vorzubeugen. Beispielsweise ist mittlerweile unumstritten, dass das Risiko an Krebs zu erkranken gesenkt werden kann, indem hohe Mengen bestimmter Mikronährstoffe wie Vitamin A, C, E, Carotinoide und Selen aufgenommen werden. Aus diesem Grund kann es in bestimmten Situationen sinnvoll sein, Vitalstoffe gezielt und in teilweise vielfach höherer Dosis einzusetzen, als Richtwerte es empfehlen. Das ist beispielsweise in der Orthomolekularen Medizin üblich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.10.2010
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: U. Gröber, Orthomolekulare Medizin, WVG Stuttgart 2002
  • H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
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