Vitalstoffe fürs Kind – gesunde Entwicklung

Kinder brauchen für ihr Wachstum, für die geistige Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden und ein starkes Immunsystem eine ausgewogene Ernährung mit genügend Nährstoffen.

Das Immunsystem ist für die Abwehr von Krankheitserregern und Umweltschadstoffen verantwortlich. Da sich das kindliche Immunsystem erst nach und nach entwickelt, leiden Kinder beispielsweise viel häufiger unter Infektionskrankheiten als Erwachsene. Daher sind Kinder besonders auf eine ausgewogene und vollständige Versorgung mit Mikronährstoffen – umgangssprachlich auch Vitalstoffe genannt – angewiesen.

In den allermeisten Fällen ist eine ausgewogene Ernährung dafür ausreichend. Auf zusätzlich zugeführte Nahrungsergänzungsmittel kann daher in der Regel verzichtet werden – besonders da diese meistens nicht die gewünschten Effekte bringen. Am besten können die Vitalstoffe im Rahmen einer gesunden Ernährung im Verbund mit den anderen Nährstoffen vom Körper aufgenommen und verwertet werden. So lassen sich auch Überdosierungen und Nebenwirkungen vermeiden.

Wichtige Vitalstoffe für Kinder

Vitamine:
Vitamin A und Beta-Carotin sind wichtig für das Sehvermögen, für das Zellwachstum sowie die Zellteilung.

Vitamin D, ein Steroidhormon, ist wichtig für den Knochenaufbau, die Zahnbildung und das Immunsystem. Der Körper kann es unter Einfluss von Sonnenlicht selbst herstellen. Heute lässt sich bei Kindern vermehrt eine Unterversorgung mit Vitamin D feststellen, da sie sich nicht mehr ausreichend im Freien aufhalten. Schicken Sie Ihr Kind also öfter mal zum Spielen an die frische Luft – 15 bis 30 Minuten täglich reichen schon aus. Hält sich Ihr Kind jedoch länger draußen auf, sollten Sie an einen ausreichenden UV-Schutz denken.

Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidanz, steuert die Immunabwehr und zahlreiche andere Stoffwechselprozesse.

Mineralien und Spurenelemente:
Eisen ist wichtig für die Blutbildung, die Zellteilung und die körperliche und geistige Entwicklung. Daneben ist es Bestandteil zahlreicher Enzyme. Eine zusätzliche Zufuhr ist jedoch nur bei nachgewiesenem Eisenmangel sinnvoll.

Jod ist notwendiger Baustein der Schilddrüsenhormone und somit an allen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Kalzium und Magnesium werden zum Knochenaufbau benötigt und sind wichtig für die Erregungsleitung in Nerven und Muskeln.

Fluor ist notwendig für die Mineralisierung des Zahnschmelzes. Allerdings sollten Säuglinge nur bis zu einem Höchstwert von 0,7 Milligramm, Kindern ab drei Jahren bis zu 1,3 Milligramm Fluor zu sich nehmen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln (http://www.bfr.bund.de/cm/350/verwendung_von_mineralstoffen_in_lebensmitteln_bfr_wissenschaft_4_2004.pdf)
  • Deutsches Krebsinformationszentrum: Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung? (https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/nahrungsergaenzungsmittel.php)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Nahrungsergänzungsmittel – Vertrieb über Ärzte und Apotheker (http://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel_vertrieb_ueber_aerzte_und_apotheker.pdf)