Stress und Leistungsfähigkeit

Stresssituationen fordern unseren Körper besonders: Durch die Ausschüttung von Stresshormonen kann er kurzfristig mehr Leistung bringen. Bestehen solche Stresssituationen jedoch über einen längeren Zeitraum ohne Erholungsphasen, werden die Energie- und Vitalstoffreserven des Körpers zunehmend aufgebraucht.

Das dann entstehende Defizit an Mikronährstoffen – umgangssprachlich oft Vitalstoffe genannt – kann sich beispielsweise in Erschöpfungszuständen oder Muskelkrämpfen bemerkbar machen. Achten Sie in solchen Situationen vermehrt auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Denn die Vitalstoffe können im Verbund aller Nährstoffe viel besser vom Körper aufgenommen und verwertet werden. In den meisten Fällen ist die zusätzliche Zufuhr von Vitalstoffen über Nahrungsergänzungsmittel nicht notwendig.

Folgende Vitalstoffe spielen in Stresssituationen eine Rolle:

Antioxidantien:
Unter Belastung werden im Körper vermehrt freie Radikale gebildet, die zu oxidativem Stress führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, ausreichend antioxidative Substanzen wie Vitamin A, C und E sowie Carotinoide und Selen zu sich zu nehmen.

Optimale Quellen: Blattgemüse, rotes Gemüse, Meeresfrüchte, Muskelfleisch, Rapsöl, Zitrusfrüchte

B-Vitamine:
Die B-Vitamine haben einen direkten Einfluss auf das Nervensystem und die Gefühlslage, denn sie werden für die Produktion von Serotonin und Noradrenalin benötigt. Die nervliche Belastbarkeit, die Leistungsfähigkeit und die Stimmung werden durch diese Vitamine positiv beeinflusst.

Optimale Quellen: Fenchel, Hülsenfrüchte, Seefisch, Kalbsleber, Pilze

Magnesium:
Bei Stress benötigt der Körper auch mehr Magnesium. Es ist insbesondere für die Signalübertragung in Nerven- und Muskelzellen und das Herz-Kreislauf-System wichtig.

Optimale Quellen: Bananen, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Vollkornhirse, Mineralwasser

Omega-3-Fettsäuren:
Diese ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System aus. Daneben stärken sie das Immunsystem.

Optimale Quellen: frischer Seefisch – zum Beispiel Lachs
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Deutsches Krebsinformationszentrum: Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung? (https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/nahrungsergaenzungsmittel.php)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Nahrungsergänzungsmittel – Vertrieb über Ärzte und Apotheker (http://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel_vertrieb_ueber_aerzte_und_apotheker.pdf)