Die richtige Ernährung bei Infektanfälligkeit

Unser Immunsystem ist täglich neuen Belastungen ausgesetzt: Es ist verantwortlich für die Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen, hält Umweltschadstoffe ab und reguliert die Wundheilung. Wichtige Bestandteile des Immunsystems sind die Fress- und Killerzellen sowie die B- und T-Lymphozyten. Bei vielen der Abwehrvorgänge sind freie Radikale beteiligt, die durch antioxidativ wirkende Substanzen kontrolliert werden.

In bestimmten Situationen wie zum Beispiel bei akuten oder chronischen Erkrankungen, Stress, Fehl- oder Mangelernährung, unter schädlichen Umwelt- oder Medikamenteneinflüssen oder auch im Alter ist das Immunsystem zusätzlich gefordert. In diesen Situationen ist es besonders wichtig, dass der Immunabwehr die benötigten Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Nur dann kann sie optimal funktionieren.

Folgende Vitamine und Spurenelemente sind für das Immunsystem besonders wichtig:

Vitamin C
wird von den Fresszellen benötigt, unterstützt die Vermehrung von Killerzellen und wirkt antioxidativ.

Die natürlichen Killerzellen brauchen Vitamin A. Es wirkt außerdem antioxidativ und unterstützt die Produktion von Antikörpern.

ß-Carotin
wirkt antioxidativ und beeinflusst T- und B-Lymphozyten sowie die Killerzellen.

Selen
hat ebenfalls eine antioxidative Wirkung, unterstützt die Abwehr von Bakterien und Viren und beeinflusst die Antikörperbildung.

Zink
reguliert die Aktivität der Fresszellen und der Lymphozyten und unterstützt die Abwehr von Viren.

T- und B-Lymphozyten werden von Vitamin E stimuliert, es wirkt antioxidativ und entzündungshemmend.

Omega-3-Fettsäuren
hemmen Entzündungen und aktivieren die Killerzellen.

Probiotika
wie zum Beispiel bestimmte Milchsäurebakterien stabilisieren die Darmflora und die Darmschleimhaut, unterdrücken die Ansiedlung von Krankheitserregern und stabilisieren das darmeigene Immunsystem.

Bitte beachten Sie: Die Behandlung chronischer Infekte sollte grundsätzlich durch einen Arzt erfolgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.10.2010
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: U. Gröber, Orthomolekulare Medizin, WVG Stuttgart 2002
  • H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
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