Vitalstoffe für Fitness und Sport

Sport ist in: Viele Menschen treiben heutzutage begeistert Sport – seien es klassische Sportarten wie Joggen, Rad- oder Skifahren oder Trendsportarten wie Inline-Skaten, Mountainbiking, Canyoning oder Freeclimbing. Dabei hat jeder, der intensiv Sport treibt, einen erhöhten Bedarf an Vitalstoffen.

Ernährung Müsli Feigen © Thinkstock
Der erhöhte Vitalstoffbedarf entsteht durch den hohen Energie- und Stoffwechselumsatz, einen höheren Verlust an Vitalstoffen durch das Schwitzen und eine verstärkten Belastung durch freie Radikale. Freizeitsportler benötigen jedoch in der Regel keine zusätzliche Versorgung durch Nahrungsergänzungsmittel, wenn sie sich ausgewogen und gesund ernährt.

Die Folgen eines Mangels an Vitalstoffen sind:

  • verminderte Leistungs- und Regenerationsfähigkeit
  • größeres Verletzungsrisiko
  • erhöhte Infektanfälligkeit
Neben einer ausgewogenen kohlenhydrat- und eiweißhaltigen Mischkost spielen bestimmte Vitalstoffe eine besondere Rolle: Bei intensivem körperlichem Training verliert der Körper wichtige Salze durch den erhöhten Energieumsatz sowie über den Schweiß und die Nieren. Dies gilt insbesondere für Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Selen, Mangan, Kupfer, Eisen und Zink. Sie sollten deshalb wieder zugeführt werden.

Außerdem ist L-Carnitin wichtig. Es kommt in unserer Kost in ausreichendem Maße vor. L-Carnitin wird für die Energiebereitstellung durch langkettige Fettsäuren benötigt. Studien zufolge kann zusätzlich zugeführtes L-Carnitin die Muskelleistung nicht verbessern. Auch ließ sich bisher keine Ausdauersteigerung oder bessere Energieverwertung nach Zugabe von L-Carnitin nachweisen. Eine Studie hat gezeigt, dass eine zusätzliche Zufuhr zu Blutgefäßschäden führen und damit ein Risiko für die Arteriosklerosebildung darstellen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Pharmazeutische Zeitung online: Isoflavone und L-Carnitin – mehr Risiko als Nutzen (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=34339)
  • Koeth, Robert A. et al. (2012): Intestinal microbiota metabolism of L-carnitine, a nutrient in red meat, promotes atherosclerosis (http://www.nature.com/nm/journal/v19/n5/full/nm.3145.html)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Nahrungsergänzungsmittel – Vertrieb über Ärzte und Apotheker (http://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel_vertrieb_ueber_aerzte_und_apotheker.pdf)
  • Deutsches Krebsinformationszentrum: Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung? (https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/nahrungsergaenzungsmittel.php)