L-Cystein

L-Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die vor allem in Proteinen vorkommt. Es kann aber auch vom Körper selbst gebildet werden. Die Aminosäure besitzt antioxidative Eigenschaften und hilft dem Körper, in den Zellen eingelagerte Schwermetalle wie Kupfer durch Komplexbildung wieder auszuscheiden.

Antioxidantien spielen eine Rolle bei der Bekämpfung von freien Radikalen, die Wissenschaftler mit dem Alterungsprozess in Verbindung bringen. L-Cystein wird deshalb oft eine Anti-Aging-Wirkung zugesprochen.

L-Cystein in der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten

L-Cystein soll auch chronischen Krankheiten wie multipler Sklerose, Parkinson oder Alzheimer vorbeugen. Außerdem wird es zur Behandlung chronischer Erkrankungen der Atemwege wie chronischer Bronchitis oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt, damit Bronchialschleim besser abgehustet werden kann. L-Cystein ist zum Beispiel in Sonnenblumenkernen, Lachs, Hühnerei und Sojabohnen enthalten.

L-Cystein in Nahrungsergänzungsmitteln

Da die Gefahr von Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten – zum Beispiel Immunsuppressiva, Nitroglycerin oder Isosorbide –  besteht, sollte L-Cystein als Nahrungsergänzung nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Unter anderem kann es den Homocysteinspiegel erhöhen – eine Aminosäure, die mit Herzerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Auch kann die Einnahme von L-Cystein Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: University of Maryland, Medical Center: Cysteine (http://umm.edu/health/medical/altmed/supplement/cysteine)