Was sind Vitalstoffe?

Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren – unser Körper benötigt zahlreiche Vitalstoffe für seine Stoffwechselprozesse. Wie sie im Körper wirken und wie sie gegen Krankheiten eingesetzt werden können, erfahren Sie hier.

Granatapfel und Limette © Thinkstock
Der Ausdruck „Vitalstoffe“ ist kein wissenschaftlicher Begriff. Als Vitalstoffe werden umgangssprachlich verschiedene Substanzen unterschiedlicher Wirkstoffgruppen verstanden. Aufgrund der allgemeinen Verständlichkeit und Gebräuchlichkeit des Begriffs, haben wir diesen auf folgenden Seiten verwendet und erklärt.

Vitalstoffe erfüllen lebensnotwendige Aufgaben

Vitalstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren erfüllen lebensnotwendige Aufgaben in zahlreichen Stoffwechselprozessen unseres Körpers. Daneben wird ihnen ein krankheitsvorbeugender Effekt zugeschrieben. Liegen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens vor, kann die Ursache in einem Vitalstoffmangel liegen.

Vitalstoffe sind wichtig, um den Körper gesund zu halten und spielen für das Immunsystem eine bedeutende Rolle. In neuerer Zeit rückte der präventive, also krankheitsvorbeugende Effekt der Vitalstoffe mehr und mehr in den Vordergrund: Beispielsweise gilt es mittlerweile als gesichert, dass eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung das Risiko für Darmkrebs deutlich senken kann. Aber auch das Herz-Kreislauf-System profitiert von einer ausreichenden Versorgung mit den richtigen Vitalstoffen.

Ein Mangel an Vitalstoffen kann sich in einem breiten Spektrum an Beschwerden äußern: Es reicht von Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens bis hin zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Erkrankungen. Meist genügt es bereits, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, um den Mangel auszugleichen.

Deutschland ist kein Vitaminmangel-Land

Deutschland ist kein Vitaminmangel-Land. Es gibt zwar eine grenzwertige natürliche Versorgung mit Jod, Fluor, Folsäure und saisonal mit Vitamin D, aber an all den anderen Nährstoffen mangelt es uns nicht. Mangelversorgung kommt vor, wenn man sich einseitig ernährt oder zu wenig isst – zum Beispiel bei einseitigen Diäten oder im Alter. Auch chronische Krankheiten, Alkoholmissbrauch, Schwangerschaft und Stillzeit sowie chronische Medikamenteneinnahme können zu einer Mangelversorgung führen.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Eine zusätzliche Einnahme von Mikronährstoffen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen – zum Beispiel zu Allergien und einer Steigerung des Krebsrisikos. Außerdem können Wechselwirkungen mit Medikamenten auftreten.  

Nahrungsergänzungsmittel unterliegen nicht dem strengen Arzneimittelgesetz. Sie sind nicht durch aufwendige Studien auf Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Risiken, Langzeitwirkungen sowie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Substanzen getestet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2016
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Nahrungsergänzungsmittel – Vertrieb über Ärzte und Apotheker (http://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel_vertrieb_ueber_aerzte_und_apotheker.pdf)
  • Deutsches Krebsinformationszentrum: Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung? (https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/nahrungsergaenzungsmittel.php)