Mediterrane Küche: Mit Fisch, Gemüse und Olivenöl gegen Herzkrankheiten

Die Mittelmeerkost, auch mediterrane Küche genannt, gilt als besonders „herzgesund“. Der Grund: Die pflanzlichen Öle, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren – etwa aus Fisch – und viel Gemüse wirken positiv auf Blutdruck, Herz und Gefäße. Menschen mit KHK, Angina pectoris, Herzinfarkt und Arteriosklerose sollten deshalb mediterrane Kost bevorzugen.

Mediterane Küche © iStock
Die pflanzlichen Öle der mediterranen Kost – etwa Olivenöl – bestehen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese Fettsäuren haben eine Schutzwirkung auf unsere Arterienwände – ganz im Gegenteil zu den in Nordeuropa häufig verwendeten tierischen Fetten.

Auch die in Seefisch reichlich enthaltenen Omega-3-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die mediterrane Küche ist deshalb besonders gut bei Herzkrankheiten und anderen Erkrankungen, die mit Arteriosklerose im Zusammenhang stehen – beispielsweise Herzinfarkt, KHK, Angina pectoris und Schlaganfall.

Die mediterrane Kost erfüllt darüber hinaus alle Voraussetzungen für eine gesunde Ernährung: viel kurz gedünstetes, grünes Gemüse und Salate, mehr Fisch als Fleisch, gewürzt mit frischen Kräutern und nur wenig Salz. Auch das Essen zu genießen, sich Zeit zu nehmen – vielleicht auch schon bei der Zubereitung – setzt „Glückshormone“ statt Stresshormone frei. Dies wirkt positiv auf Blutdruck, Gefäße und Herz.

Empfehlenswert: Leben wie die alten Griechen

In Ruhe und mit Genuss essen – das war schon das Motto der alten Griechen, wenn sie von „Diät“ sprachen. Für sie war eine Diät keine Schlankheitskur oder besondere Ernährungsweise. Eine Diät bezog sich auf die gesamte Lebensführung. Dazu gehörten das richtige Maß und die passende Auswahl der Lebensmittel, ein Gleichgewicht zwischen geistiger und körperlicher Arbeit und ausreichend Entspannungs- und Ruhephasen.

Gesundes Essen kann die Herzleistung steigern

Schon kleine Veränderungen einiger Lebensgewohnheiten haben einen positiven Effekt auf Durchblutung und Herzfunktion. Eine ausgeglichene Ernährungsweise kann das Fortschreiten einer Herzkrankheit verlangsamen, stoppen und oft auch die Herzleistung steigern. Bereits eine Gewichtsreduktion um fünf Prozent verringert messbar Bluthochdruck und erhöhte Blutfette – beides große Risikofaktoren für eine Herzkrankheit.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Dr. Maria-Beate Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Jean-Pierre Després u. a., Treatment of obesity: Need to focus on high risk abdominally obese patients, British Medical Journal 2001, 322: 716-720
  • Informationen zur Prävention von Gefäßkrankheiten durch gesunde Ernährung, Homepage der Lipidambulanz der Charité