Die richtige Ernährung bei Herzkrankheiten

Unsere Ernährung und Lebensgewohnheiten beeinflussen den Verlauf von Herzkrankheiten erheblich. Mehr noch: Eine gesunde Ernährung ist bei Herzinsuffizienz und einer koronaren Herzkrankheit genauso wichtig wie die medikamentöse Therapie.

Ernährung Herzkrankheiten © iStock
Hohe Blutfette und Bluthochdruck zerstören mit der Zeit die Gefäße. Außerdem bedeutet jedes Kilogramm mehr Körpergewicht eine deutliche Mehrarbeit für den geschwächten Herzmuskel.

Tierische Fette nur in Maßen

Mithilfe einer guten Ernährung können Sie Ihr Herz- und Gefäßsystem entlasten, schützen und pflegen. Wählen Sie schon beim Einkauf Lebensmittel, die ballaststoffreich sind und vorwiegend mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Ungünstig hingegen sind zu viel Zucker, Weißmehl und tierisches Fett.

Herzkranke profitieren am meisten von einer gesunden Ernährung, wenn sie zudem:

  • mindestens zweimal in der Woche ein individuell abgestimmtes Bewegungstraining machen
  • auf das Rauchen verzichten
  • regelmäßig für Stressabbau sorgen, etwa durch Entspannungsübungen oder Yoga
  • sich bei Bedarf von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Psychotherapeuten oder auch von anderen Patienten – etwa in einer Selbsthilfegruppe – unterstützen lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Dr. Maria-Beate Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin
  • Quellen: Jean-Pierre Després u. a., Treatment of obesity: Need to focus on high risk abdominally obese patients, British Medical Journal 2001, 322: 716-720
  • Informationen zur Prävention von Gefäßkrankheiten durch gesunde Ernährung, Homepage der Lipidambulanz der Charité