Irrtum Nr. 5: Schokolade ist ungesund

Ob Schokolade gesund oder ungesund ist, das kommt ganz auf die Dosis an. Sie kann ein wahrer Dickmacher sein. Die beliebte Süßigkeit liefert auf der anderen Seite wertvolle pflanzliche Inhaltsstoffe.

Schokolade © Thinkstock
100 Gramm Schokolade (abhängig von der Sorte) können deutlich mehr als 500 Kilokalorien enthalten. Isst man davon im Übermaß, ist die Schokolade tatsächlich ungesund. Andererseits enthält sie verschiedene gesunde Inhaltsstoffe wie pflanzliche Fette oder hochwertiges Kakaoöl. Dabei hat dunkle Schokolade einen höheren Kakaoanteil und gleichzeitig weniger Kalorien als Vollmilchschokolade.

Polyphenole wirken Fettablagerungen in den Arterien entgegen

Dem Kakao ist es auch zu verdanken, dass Schokolade sogenannte Polyphenole enthält. Diese Pflanzenstoffe können sich positiv auf den Organismus auswirken. In Studien wurde unter anderem nachgewiesen, dass sie Fettablagerungen in den Arterien (Arteriosklerose) entgegenwirken. Unklar ist jedoch, wie viel Schokolade man essen muss, um ausreichend Polyphenole aufzunehmen.1

Viele Menschen macht ein Stückchen Schokolade glücklich. Ob das aber an den Inhaltsstoffen der Schokolade selbst liegt, ist ebenfalls umstritten. Man geht vielmehr davon aus, dass die Belohnung durch ein Stückchen Schokolade und der Moment des süßen Genusses zur Ausschüttung des „Glückshormons“ Dopamin und des „Gute Laune“ Hormons Serotonin führt. In Maßen genossen kann Schokolade also sogar gesund sein.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: 1 Rimbach G, Melchin M, Moehring J et al, Polyphenols from cocoa and vascular health-a critical review, Int J Mol Sci. 2009 Nov 20;10(10):4290-309.