Fett und Fettsäuren: Menge und Qualität müssen stimmen

Fette sind wichtige Energielieferanten und Träger für sekundäre Pflanzenstoffe und die fettlöslichen Vitamine E, D, A und K.

Der Nährstoff Fett ist unentbehrlich für die Energieversorgung des Menschen; wir nehmen allerdings mit durchschnittlich 130 Gramm Fett pro Tag eindeutig zu viel des Guten auf. Nicht mehr als 30 Prozent des gesamten Bedarfs an Energie sollen durch Fett bereitgestellt werden. Dies sind pro Tag höchstens 60 Gramm. Fette finden sich vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Wurst, Käse und Fleisch sowie in pflanzlichen Ölen, Schokolade, Chips oder Nüssen vorhanden.

Die Qualität von Fetten wird durch ihre chemische Zusammensetzung bestimmt. Man unterscheidet drei Gruppen von Fettsäuren:
  • gesättigte Fettsäuren
  • einfach ungesättigte Fettsäuren
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren finden sich im Überfluss in unserer Nahrung und schädigen den Körper mehr als dass sie nutzen. Nur zehn Prozent der gesamten Fettmenge des Tages sollten aus gesättigten Fettsäuren bestehen, dies entspricht zum Beispiel 20 Gramm Butter. Die meisten Lebensmittel tierischer Herkunft enthalten außer diesen ungünstigen gesättigten Fettsäuren reichlich Cholesterin, weshalb Sie generell mehr pflanzliche Nahrungsmittel verzehren sollten.

Ungesättigte Fettsäuren

Für eine gesunde Ernährung ist vielmehr die Aufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren notwendig, sie ist sogar lebensnotwendig (essentiell). Sie werden für den Aufbau der Zellen oder die Bildung von Hormonen benötigt. In der Nahrung sind diese in pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumenöl, Soja- oder Distelöl zu finden. Reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäure enthalten Fische wie Heringe, Makrele oder Lachs. Diese Fettsäuren werden als Omega-3-Fettsäuren bezeichnet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.08.2011
  • Autor/in: Christa Dahm, Dipl. Oecotrophologin, DHC, Dahm Health Communikation, Hennef; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ernährungsbericht 2003, Frankfurt am Main
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Vereinigung für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 3. Auflage, Umschau, Frankfurt am Main 2003