Der Erzeugercode auf dem Ei

In Deutschland muss ihn jedes Ei der Güteklasse A tragen: Den Stempel, der genau darüber aufklärt, woher das Ei kommt und wie die Legehenne gehalten wurde. Diese Kennzeichnung ist der sogenannte Erzeugercode.

Güteklasse A bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es sich um Eier hoher Qualität handelt, die für den Verzehr in privaten Haushalten geeignet sind. Doch was bedeuten die Zahlen und Buchstaben des Erzeugercodes auf den Eiern genau? Die Zusammensetzung der Zahlenfolge und deren Bedeutung:
Schema des Erzeugercodes auf Eiern © vitapublic GmbH
Haltungsart: Die Ziffer an erster Stelle des Codes weist die Art der Haltung der Legehennen aus:

0 = ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung (auch Kleingruppenhaltung)
Herkunftsland: Die zwei folgenden Buchstaben zeigen, aus welchem Land das Ei stammt. Die Kombinationen entsprechen in der Regel den gängigen Landesabkürzungen. Ausnahme: Das Vereinigte Königreich wird mit UK und nicht mit GB abgekürzt. Beispiele:

DE = Deutschland
AT = Österreich
BE = Belgien
FR = Frankreich
NL = Niederlande
Bundesland: Stammt das Ei aus Deutschland, erkennt man an den ersten zwei Ziffern nach dem zweiten Bindestrich, aus welchem Bundesland das Ei kommt:

01 = Schleswig-Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen
Betrieb: Die folgenden vier Ziffern geben Aufschluss über den Betrieb, aus dem das Ei stammt. Anhand dieser Zahlenfolge können Name und Ort des Betriebs herausgefunden werden.

Auf den Seiten des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) kann über eine Eingabe des Erzeugercodes nach dem Betrieb gesucht werden. Betriebe, die dem KAT nicht angehören, werden über diese Suche allerdings nicht gefunden.

Stallnummer: Die letzte Ziffer des Erzeugercodes weist auf die Nummer des Stalls hin, in dem das Ei gelegt wurde.
Ein Erzeugercode, wie er in der obigen Skizze dargestellt ist, würde auf ein deutsches Bioei aus Schleswig-Holstein hinweisen.
Info
Wichtig: 
Die Herkunftsangaben auf Verpackungen geben lediglich an, wo die Eier abgepackt wurden. Woher das Ei selbst kommt, verrät nur der Stempel auf der Schale.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV); Eierkennzeichnung: Was muss draufstehen? http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Ernaehrung/SichereLebensmittel/Kennzeichnung/Eierkennzeichnung.html