Kein Fasten ohne Reserven: Wie der Körper reagiert

„Voller Bauch studiert nicht gern“ – diese Volksweisheit hat einen ganz realen Hintergrund: Unser Körper kann erst dann seine Energien vollständig für andere Dinge einsetzen, wenn er die Verdauungsarbeit nach dem Essen geleistet hat. Deshalb essen zum Beispiel Sportler direkt vor dem Wettkampf nichts oder nur sehr wenig.

Energie-Reserven und Grundumsatz

Aufgrund fehlender Zufuhr von Kalorien in Form von lebensnotwendigen Nährstoffen greift der Körper zunächst auf die Kohlenhydrat-Reserven (Glykogenspeicher) zurück. Doch diese erschöpfen sich bereits nach ungefähr einem Tag. Danach kommt es nicht nur zur Fettverbrennung, wie sich das viele Übergewichtige wünschen, sondern auch zur Eiweißverbrennung: Die Muskelmasse nimmt ab. Da die Muskeln sehr stoffwechselaktiv sind, reduziert das Fasten den Grundumsatz.

Eiweißmangel schadet dem Herz

Beim Fasten über längere Zeit sollte der Eiweißgehalt im Körper kontrolliert werden, um Mangelerscheinungen vorbeugen zu können. Denn Eiweißmangel kann auch dem Herz als Muskel schaden.

Fit fürs Fasten durch gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung versorgt den Körper mit allen nötigen Vitaminen und Vitalstoffen. Sie sollten sich also schon vor dem Fasten abwechslungsreich und gesund ernähren, damit der Körper genügend Reserven für das Fasten anlegen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.01.2017
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Heilfasten, Stand 2005
  • Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e.V., FAQ, Stand 2007
  • Leitlinien der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e.V., Stand 2007
  • Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V., Fasten aus ernährungsmedizinischer und diätetischer Sicht, Stand 2006