Ernährungstipps für Krebspatienten mit Geschmacksstörungen

Über Geschmacksstörungen klagen Patienten besonders häufig nach einer Chemotherapie oder Bestrahlung. Der Geschmack ist ungewohnt anders, bitter, vielleicht auch etwas metallisch. Manchmal werden einzelne Komponenten wie „süß“ auch gar nicht mehr geschmeckt. Das alles kann für die Patienten sehr belastend sein.

Hier einige Tipps, wie und was Sie bei Geschmacksstörungen essen sollten:
  • Versuchen Sie, den schlechten Geschmack im Mund mit Zitronenwasser, ungesüßten Tees, Fruchtsäften oder bitteren Getränken wie Bitter-Lemon oder Tonic-Water zu vertreiben. Auch Kaugummi kauen kann helfen.
  • Saure Nahrungsmittel lösen den Schleim im Mund und lassen das Essen wieder besser schmecken.
  • Würzen und süßen Sie die Speisen stärker, greifen Sie beim Kochen ruhig tief ins Gewürz- und Kräuterregal und peppen Sie die Gerichte mit Soja, Knoblauch und Zwiebeln auf.
  • Wenn Sie eine Abneigung gegen Fleisch und Wurst verspüren, können Sie ihren Eiweißbedarf über Soja- oder Milchprodukte decken. Letzteres unter der Voraussetzung, dass Sie keine Intoleranz gegen Milchzucker (Laktose) haben. Versuchen Sie es ansonsten mit klein geschnittenem, hellem Fleisch (Geflügel).
  • Vielleicht schmeckt Ihnen das Essen besser, wenn Sie Besteck aus Kunststoff verwenden.
  • Wenn Sie gar nichts mehr schmecken: Das Auge isst mit. Außerdem gönnen Sie ihrem Gaumen Abwechslung bei der Konsistenz der Nahrung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2017
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Christine Kretschmer, Dr. med. Alexander Herzog: Gesunde Ernährung bei Krebs, Haug Verlag 2002
  • Peter Konopka: Krebs, Immunsystem und Ernährung, Hirzel Verlag 2004
  • Rudolf Kunze, Susanne Krämer: Vitalstoffe gegen Krebs, Ralf Reglin Verlag 1998
  • Deutsche Krebshilfe
  • Deutsche Krebsgesellschaft