Ernährungstipps für Krebspatienten mit Durchfall, Verstopfung oder Blähungen

Zubereitet werden können diese Getränke mit Hafer oder Leinsamenschleim. Getrunken in kleinen Schlücken verbessert diese Mischung die Gärungsprozesse im Darm. Sie müssen ausprobieren, was Ihnen gut tut. Ist die Darmschleimhaut geschädigt, kann es auch zu Verdauungsproblemen beim Verzehr von Zuckern, speziell von Laktose, oder allgemein größeren Mengen von Kohlehydraten kommen. Das beruht auf einem Mangel an entsprechenden Verdauungsenzymen. Die Kohlehydrate können dann vom Dünndarm nicht aufgenommen werden und verursachen Blähungen. Hier sollten Sie Ihre Kost entsprechend anpassen oder geeignete Enzympräparate einnehmen.Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt sind bei Krebspatienten häufig. Denn die Zellen der Schleimhaut teilen sich schnell und werden dadurch zur Zielscheibe einer Chemo- oder Strahlentherapie – genau wie die sich schnell teilenden Krebszellen.

Die Folge ist häufig Durchfall. Magenprobleme, Verstopfung und Blähungen können ebenso auftreten. Verstopfungen können aber auch eine Folge der Schmerztherapie mit speziellen Schmerzmitteln, den Opiaten, sein. Auch der Tumor selbst kann im Magen-Darm-Trakt den reibungslosen Ablauf der Verdauung stören.

Grundsätzlich hängt die passende Ernährung bei Problemen im Magen-Darm-Trakt davon ab, welche Lebensmittel Sie persönlich vertragen. Nahrung die bei Ihnen zum Beispiel zu Magenproblemen oder Blähungen führt, sollten Sie besser meiden.

Durchfall
  • Auch hier ist wichtig: viel trinken. Denn bei anhaltendem Durchfall geht viel Flüssigkeit verloren. Dabei können Sie auch stopfende Getränke wie Heidelbeersaft oder elektrolytreiche Suppen verwenden.
  • Essen Sie leicht verdauliche, salzige Speisen, die nicht so viele Ballaststoffe enthalten, also wenig frisches Obst, kein blähendes Gemüse und keinen Salat. Die in Äpfel und Bananen enthaltenen Ballaststoffe werden allerdings meist ganz gut vertragen.
  • Versuchen Sie, häufiger kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
  • Muskat kann die Geschwindigkeit, mit der die Nahrung durch den Darm transportiert wird, verzögern. Wenn Sie es mögen, sparen Sie also nicht mit diesem Gewürz. Allerdings können ab einer verzehrten Menge von vier bis fünf Gramm Vergiftungserscheinungen und sogar Halluzinationen auftreten. Solche Mengen werden aber beim Würzen in der Küche nicht erreicht.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Kalium-Aufnahme. Kaliumreich sind z. B. Bananen, Aprikosen, Orangen, gekochtes Gemüse, Nüsse.
  • Wenn Sie nicht schon Nichtraucher sind, verzichten Sie nach Möglichkeit auf den Glimmstängel, da auch Rauchen abführend wirkt.
Verstopfung
  • Ballaststoffe, Bewegung, Flüssigkeit – dies sind die drei wichtigsten Maßnahmen gegen Verstopfung.
  • Es ist wichtig, Ballaststoffe in ausreichender Menge über einen ausreichend langen Zeitraum zu sich zu nehmen.
  • Wenn Sie Stuhldrang verspüren, gehen Sie zur Toilette, auch wenn es Ihnen gerade nicht passt. Denn verpassen Sie diese „Chance“, wird es beim nächsten Mal noch schwieriger.
  • Statt Abführmitteln sollten Sie es mit natürlichen Mitteln wie Backpflaumen, milchsaurem Gemüse oder pflanzlichen Quellmitteln wie Leinsamen versuchen. Auch Lactulose, ein nicht-resorbierbarer Zucker, wirkt zuverlässig, ohne einen Gewöhnungseffekt zu erzeugen.
  • Manchmal helfen auch eine Wärmflasche oder eine Bauchmassage, um den trägen Darm auf Trab zu bringen.
Blähungen
  • Versuchen Sie herauszufinden, welche Lebensmittel die Blähungen auslösen und streichen Sie diese dann von Ihrem Speiseplan.
  • Zur Behandlung von Blähungen können sich eignen:
    • Sauermilch
    • Gemüsesäfte,
    • milchsauer vergorener Gemüsemost,
    • Karottenmost,
    • Selleriemost
    • Kurmolke.
    Zubereitet werden können diese Getränke mit Hafer oder Leinsamenschleim. Getrunken in kleinen Schlücken verbessert diese Mischung die Gärungsprozesse im Darm. Sie müssen ausprobieren, was Ihnen gut tut. Ist die Darmschleimhaut geschädigt, kann es auch zu Verdauungsproblemen beim Verzehr von Zuckern, speziell von Laktose, oder allgemein größeren Mengen von Kohlehydraten kommen. Das beruht auf einem Mangel an entsprechenden Verdauungsenzymen. Die Kohlehydrate können dann vom Dünndarm nicht aufgenommen werden und verursachen Blähungen. Hier sollten Sie Ihre Kost entsprechend anpassen oder geeignete Enzympräparate einnehmen.
  • Körperliche Bewegung mobilisiert den Darm, löst Verkrampfungen und lässt so die störende Luft entweichen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2011
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Christine Kretschmer, Dr. med. Alexander Herzog: Gesunde Ernährung bei Krebs, Haug Verlag 2002
  • Peter Konopka: Krebs, Immunsystem und Ernährung, Hirzel Verlag 2004
  • Rudolf Kunze, Susanne Krämer: Vitalstoffe gegen Krebs, Ralf Reglin Verlag 1998
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