Vitamine schützen im Alter – beispielsweise vor Knochenbrüchen

Auch im Alter ist eine vitaminreiche Ernährung wichtig. Senioren brauchen zum Beispiel Folsäure so dringend wie junge Frauen. Eine Unterversorgung mit B-Vitaminen gilt als Risikofaktor für Altersblindheit, Arteriosklerose und Herzinfarkt.

Weitere unentbehrliche Vitamine sind zum Beispiel:

Vitamin A: Es ist für das Sehen und für den Stoffwechsel verschiedener Gewebe (etwa der Schleimhäute und Knorpelgewebe) wichtig. Enthalten ist Vitamin A beispielsweise in Leber, Möhren, Butter, Eigelb, Milch, Spinat und Grünkohl.

Vitamin C: Es ist zum Beispiel für das Immunsystem und für Reparaturmechanismen der Zellen notwendig. Vitamin C steckt unter anderem in Sojabohnen, Obst und Gemüse (zum Beispiel in Kiwi, Hagebutte, Sanddorn, Kohl, Kartoffeln und Paprika).

Vitamin D: Es ist für gesunde Knochen, Nerven, Muskeln und das Immunsystem wichtig. Vitamin D ist in Fisch, Innereien, Champignons, Milch, Käse, Butter und Eigelb enthalten.
Vitamin D – besonders im Alter wichtig
Vitamin D bildet unser Körper aus Vorstufen, die mit der Nahrung aufgenommen werden, in Kombination mit Sonnenlicht in unserer Haut. Dann wird es erst in der Leber und danach in der Niere in die aktive Form umgewandelt. Ein häufiges Problem von Senioren ist, dass sie nicht mehr ausreichend nach draußen an die Sonne kommen. So kann Vitamin D nicht gebildet werden. 

Da Vitamin D aber für die Knochenfunktion notwendig ist, kommt es bei einem Mangel zu Osteoporose und die Gefahr von Knochenbrüchen steigt. Auch wenn im Alter die Nierenfunktion gestört ist, kann die aktive Form des Vitamin D nicht in ausreichender Menge hergestellt werden. Insbesondere für Senioren ist es sinnvoll, den Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmen zu lassen. Falls er zu niedrig ist, können sie Vitamin D als Öl oder in Form von Kapseln zusätzlich zuführen.
Vitamin E: Es ist – wie auch Vitamin C – an Reparaturmechanismen der Zellen beteiligt und schützt so den Organismus. Vitamin E ist ein Gemisch aus mehreren Substanzen und in seiner natürlichen Form zum Beispiel in Nüssen, Pflanzenölen, Ölsaaten und Eigelb enthalten.

Essen vitaminschonend zubereiten

Eine lange Lagerung und starkes Erhitzen von Nahrungsmitteln zerstört die enthaltenen Vitamine. Außerdem können wasserlösliche Vitamine  – die der Gruppen B und C – nicht gespeichert werden. Sie sollten also darauf achten, dass Sie Obst und Gemüse frisch kaufen. In Tiefkühlgemüse wie Spinat sind häufig mehr Vitamine enthalten als in Gemüse, das lange Transportwege hinter sich hat. Beim Kochen schont kurzes Dünsten die Vitamine. Verwenden Sie das Kochwasser weiter für Soßen. Es enthält wertvolle Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Ärztinnen Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient - Problemorientierte Diagnostik und Therapie, Urban
  • J. Stein, K.-W. Jauch: Praxishandbuch klinische Ernährung und Infusionstherapie, Springer 2003
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung/Österreichische Gesellschaft für Ernährung/Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung/Schweizerische Vereinigung für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Vitamin D (http://www.dge.de/pdf/ws/Referenzwerte-2012-Vitamin-D.pdf)