Vitamine: Wichtig für Zellen und Immunsystem

Vitamine sind lebensnotwendige Stoffe, die der Körper nicht selbst produzieren kann. Deshalb müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Nur Vitamin D wird aus einer Vorstufe in mehreren Schritten in der Haut gebildet.

Man unterscheidet wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Wasserlösliche Vitamine (Vitamin C und alle B-Vitamine) verteilen sich fast im ganzen Körper, nämlich überall dort, wo eine wässrige Umgebung herrscht.

Wasserlösliche Vitamine kann der Körper nicht speichern, deshalb werden nicht benötigte Vitamine ausgeschieden. Nur das Vitamin B12 kann in der Leber gespeichert werden. Die fettlöslichen Vitamine A, E, D und K kommen in einigen Organen und Geweben – zum Beispiel Zellwänden – vor. Damit sie resorbiert werden können, ist Fett notwendig. Ein radikaler Verzicht auf Fett, wie ihn etwa Magersüchtige üben, führt deshalb zu einem Mangel an den Vitaminen A, E, D und K.

Müdigkeit kann auf Vitaminmangel hinweisen

Vitamine sind zum Beispiel für die Umwandlung von Nahrung in Energie, für das Immunsystem, den Aufbau der Zellen, die Bildung von Hormonen und für den Stoffwechsel notwendig. Wegen dieser vielseitigen Wirkungen kann ein Mangel die unterschiedlichsten Probleme hervorrufen – von Müdigkeit bis hin zu schwerwiegenden Krankheiten wie Osteoporose.

Für Erwachsene über 65 Jahren wird von der Ernährungsorganisation D-A-CH der Länder Deutschland (D), Österreich (A) und Schweiz (CH) folgende Vitaminzufuhr pro Tag empfohlen:


Vitamin Frauen Männer
Vitamin A 0,8 mg 1,0 mg
Vitamin B1 = Thiamin 1,0 mg 1,0 mg
Vitamin B2 = Riboflavin 1,2 mg 1,2 mg
Vitamin B6 1,2 mg 1,4 mg
Vitamin B12 3,0 µg 3,0 µg
Vitamin C 100 mg 100 mg
Vitamin D 20 µg 20 µg
Vitamin E 11 mg 12 mg
Vitamin K 65 µg 80 µg
Vitamin B9 = Folsäure 400 µg 400 µg
Vitamin B3 = Niacin 13 mg 13 mg
Vitamin B5 = Pantothensäure 6 mg 6 mg
Vitamin H = Biotin 30-60 µg 30-60 µg
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.08.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Ärztinnen Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient - Problemorientierte Diagnostik und Therapie, Urban
  • J. Stein, K.-W. Jauch: Praxishandbuch klinische Ernährung und Infusionstherapie, Springer 2003