Gemüse und Vollkorn enthalten die besten Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bestehen aus verschiedenen Arten von Zuckern. Nach einer Mahlzeit werden die verdaulichen Kohlenhydrate in ihre Zuckerbestandteile zerlegt und über die Darmschleimhaut in den Körper aufgenommen. Zu den Kohlenhydraten gehören:
  • Zucker, „einfache Kohlenhydrate“: Das sind Einfach- oder Zweifachzucker, die auch Mono- und Disaccharide genannt werden. Sie schmecken süß und sind in Obst, Süßwaren, Honig, Milch und süßen Getränken enthalten. Sie werden schnell ins Blut aufgenommen, erhöhen den Blutzuckerspiegel, können auch den Triglyzerid-Spiegel erhöhen und geben nur ein kurzes Sättigungsgefühl.
  • Stärke, „komplexe Kohlenhydrate“: Das sind sogenannte Mehrfachzucker oder Polysaccharide. Sie schmecken nicht süß und sind zum Beispiel in Getreide, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Gemüse und Vollkornbrot enthalten. Sie werden meist langsamer abgebaut, führen deshalb zu einer längeren Sättigung und gleichmäßigeren Energieabgabe. Durch den Verzehr von Vollkornprodukten und Gemüse werden Blutzuckerspitzen vermieden.
  • Ballaststoffe, unverdauliche Zucker: Sie sind zum Beispiel in Vollkornbrot, Mohrrüben und Haferflocken enthalten. Sie regulieren die Verdauung, erhöhen den Blutzuckerspiegel nicht und tragen zum Sättigungsgefühl bei.
Empfehlungen für eine gute Kohlenhydratauswahl:  
  • Vollkornbrot
  • eingeweichtes Schrot
  • Buttermilch oder Joghurt mit Leinsamen oder Kleie
  • Vollkornmüsli (zuckerfrei)
  • täglich frisches Obst und Gemüse
  • Schränken Sie den Konsum von Einfachzuckern – zum Beispiel Backwaren – ein und meiden Sie vor allem Weißmehlprodukte (etwaWeißbrot).
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.08.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Ärztinnen Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient - Problemorientierte Diagnostik und Therapie, Urban
  • J. Stein, K.-W. Jauch: Praxishandbuch klinische Ernährung und Infusionstherapie, Springer 2003